Hinrichtung verschoben - weil Häftling sich umbringen wollte
10.03.10
Foto: Ohio Dept. of Rehabilitation and CorrectionSelbstmordversuch bringt Aufschub
Ein Häftling im US-Staat Ohio hat kurz vor seiner geplanten Hinrichtung offenbar einen Selbstmordversuch begangen. Lawrence Reynolds (43) schluckte eine Überdosis von Tabletten und wurde bewusstlos in ein Krankenhaus gebracht. Die Exekution wird ihm dennoch nicht erspart bleiben: Der Gouverneur des Staates, Ted Stricklund, lehnte ein Gnadengesuch ab, aber gewährte dem Häftling einen Exekutionsaufschub von einer Woche.
Reynolds hatte 1994 eine Nachbarin überfallen, sexuell missbraucht und sie dann erwürgt. Er sollte nach US-Medienberichten am Dienstag im Gefängnis von Lucasville durch eine Giftspritze sterben. Wärter fanden ihn in der Nacht zum Montag bewusstlos in der Todeszelle in der Haftanstalt Youngstown vor - wenige Stunden, bevor er nach Lucasville gebracht werden sollte. Wie Reynolds an die Tabletten kam, blieb zunächst ein Rätsel. Seine Exekution soll nun am kommenden Dienstag nachgeholt werden.
Reynolds hatte 1994 eine Nachbarin überfallen, sexuell missbraucht und sie dann erwürgt. Er sollte nach US-Medienberichten am Dienstag im Gefängnis von Lucasville durch eine Giftspritze sterben. Wärter fanden ihn in der Nacht zum Montag bewusstlos in der Todeszelle in der Haftanstalt Youngstown vor - wenige Stunden, bevor er nach Lucasville gebracht werden sollte. Wie Reynolds an die Tabletten kam, blieb zunächst ein Rätsel. Seine Exekution soll nun am kommenden Dienstag nachgeholt werden.
Reynolds nicht unbekannt
Reynolds Name ging schon im vergangenen Jahr durch die Medien. Der 43-Jährige hatte gegen die Vollstreckung seiner Todesstrafe geklagt, nachdem es bei der Hinrichtung eines anderen Todeskandidaten in Ohio zu einer Panne gekommen war, durch die Romell Broom zwei Stunden lang mit der Todesspritze gequält wurde, ohne zu sterben.Brooms Hinrichtung wurde schließlich abgebrochen, weil das Team keine Vene für die Todesspritze fand. Nach der Klage von Reynolds hatte ein US-Bundesgericht in Ohio die Vollstreckung der Todesstrafe vorrübergehend ausgesetzt.







