Erdbeben in Chile verschob ganze Städte
10.03.10

Foto: dpa bildfunk
Auswirkungen bis nach Argentinien
Das gewaltige Erbeben in Chile hat die am schwersten getroffene Stadt Concepción um rund drei Meter nach Westen verschoben. Auch die Hauptstadt sei nach dem Erdstoß der Stärke 8,8 nicht mehr am selben Platz, wie Forscher von vier amerikanischen und argentinischen Universitäten herausfanden.
Wie die Wissenschafts-Webseite EurekAlert.org, auf der die Studienergebnisse veröffentlicht wurden, schreibt, rutschte Santiago um 28 Zentimeter nach Westsüdwest. Ebenso hätten sich die argentinischen Städte Valparaiso und Mendoza "beträchtlich" verschoben. In Concepción, der zweitgrößten Stadt Chiles, leben rund 900.000 Menschen.
Bei dem Erdstoß, dem ein Tsunami folgte, starben mindestens 452 Menschen. Das Beben war eines der weltweit schwersten Erdbeben der vergangenen 100 Jahre, es entstanden Milliardenschäden. Noch letzte Woche wurde die Region von schweren Nachbeben bis zur Stärke 6,6 erschüttert.
Wie die Wissenschafts-Webseite EurekAlert.org, auf der die Studienergebnisse veröffentlicht wurden, schreibt, rutschte Santiago um 28 Zentimeter nach Westsüdwest. Ebenso hätten sich die argentinischen Städte Valparaiso und Mendoza "beträchtlich" verschoben. In Concepción, der zweitgrößten Stadt Chiles, leben rund 900.000 Menschen.
Bei dem Erdstoß, dem ein Tsunami folgte, starben mindestens 452 Menschen. Das Beben war eines der weltweit schwersten Erdbeben der vergangenen 100 Jahre, es entstanden Milliardenschäden. Noch letzte Woche wurde die Region von schweren Nachbeben bis zur Stärke 6,6 erschüttert.
GPS-Daten ausgewertet
Die Forscher verwendeten für ihre Messungen satellitengestützte GPS-Daten, die sie zehn Tage nach dem schweren Erdstoß vom 27. Februar sammelten und verglichen. Nach den Worten von Ben Brooks, Forscher an der Universität von Hawaii, bot das Beben eine "einzigartige" Möglichkeit, die seismischen Prozesse zu verstehen.Bereits letzte Woche hatten US-Wissenschaftler gemeldet, dass auch die Tageszeit durch das Beben durcheinandergebracht wurde. Nach Berechnungen des "Jet Propulsion Laboratory" in Pasadena hat die Naturkatastrophe die Tage um genau 1,26 Millionstel Sekunden verkürzt. Ursache für diese nicht spürbare Verkürzung ist eine veränderte Erdrotation, da sich durch das Beben größerer Massen im Erdinneren verschoben haben. Dies sei nach größeren Beben keine Seltenheit, so die Wissenschaftler. Durch ein Erdbeben im Dezember 2004 im Indischen Ozean etwa wurden die Tage um 6,8 Mikrosekunden verkürzt.










