Brutalo-Kinder kommen straffrei davon
12.03.10

Foto: dpa bildfunk
Polizeisprecher: "Ungeheuerliche Vorwürfe"
Die beiden 13-jährigen Jungen, die eine 83-jährige Frau brutal gefoltert haben, kommen straffrei davon. Sie profitieren davon, dass Kinder unter 14 Jahren nach deutschem Recht noch nicht strafmündig sind. Das Motiv der Jungen ist weiterhin unklar - sie schweigen zu der Tat.
Allerdings wurde der Haupttäter in die Heckscher Kinderklinik eingeliefert, wo er in psychiatrischer Behandlung ist. "Der Mittäter ist bei seinen Eltern", berichtet Jugendamt-Sprecherin Christine Spiegel. "Mitarbeiter von uns kümmern sich intensiv um die Familie. Der Junge ist bei uns nicht als Gewalttäter bekannt."
Beide Kinder waren dem Jugendamt als Ausreißer bereits bekannt, Gewalttaten hatten sie zuvor jedoch nicht verübt. Ab sofort werden sie auf die so genannte "Proper-Liste" (Projekt Personenbezogene Ermittlungen und Recherche) gesetzt, die die Münchner Polizei 2000 eingeführt hatte. In dem Projekt werden rund 90 Kriminelle unter 21 Jahren von Beamten einer Dienststelle betreut. "Die Ermittler haben dann viel bessere Kenntnisse über den Täter oder beispielsweise sein Umfeld", erläutert der Kriminalhauptkommissar August Resch.
Nach Bekanntwerden der Tat sprachen Polizisten von "unfassbaren Vorwürfen". Wahrscheinlich über mehrere Stunden hatten die beiden Jungen die Seniorin in deren Wohnung im Münchner Stadtteil Milbertshofen gequält und misshandelt. Nach den bisherigen Ermittlungen spritzten sie der 83-Jährigen flüssige Würze in die Augen und Rasierschaum in den Mund, sagte Frank Hellwig vom Dezernat für Gewaltdelikte und Jugendkriminalität der Münchner Polizei.
Sie zwangen die Frau, eine halbe Flasche Schnaps zu trinken, in die sie zuvor uriniert hatten. Als sie sich weigerte, sollen die beiden ihr die Flasche gegen die Zähne gerammt haben. Schließlich hätten sie die am Boden liegende Frau mit Parfüm bespritzt und mit Füßen getreten. Ob sie Spätfolgen an den Augen davontragen wird, konnten die Ärzte noch nicht sagen. Die Frau habe eine Hornhauterosion und eine Bindehautverletzung erlitten.
Allerdings wurde der Haupttäter in die Heckscher Kinderklinik eingeliefert, wo er in psychiatrischer Behandlung ist. "Der Mittäter ist bei seinen Eltern", berichtet Jugendamt-Sprecherin Christine Spiegel. "Mitarbeiter von uns kümmern sich intensiv um die Familie. Der Junge ist bei uns nicht als Gewalttäter bekannt."
Beide Kinder waren dem Jugendamt als Ausreißer bereits bekannt, Gewalttaten hatten sie zuvor jedoch nicht verübt. Ab sofort werden sie auf die so genannte "Proper-Liste" (Projekt Personenbezogene Ermittlungen und Recherche) gesetzt, die die Münchner Polizei 2000 eingeführt hatte. In dem Projekt werden rund 90 Kriminelle unter 21 Jahren von Beamten einer Dienststelle betreut. "Die Ermittler haben dann viel bessere Kenntnisse über den Täter oder beispielsweise sein Umfeld", erläutert der Kriminalhauptkommissar August Resch.
Nach Bekanntwerden der Tat sprachen Polizisten von "unfassbaren Vorwürfen". Wahrscheinlich über mehrere Stunden hatten die beiden Jungen die Seniorin in deren Wohnung im Münchner Stadtteil Milbertshofen gequält und misshandelt. Nach den bisherigen Ermittlungen spritzten sie der 83-Jährigen flüssige Würze in die Augen und Rasierschaum in den Mund, sagte Frank Hellwig vom Dezernat für Gewaltdelikte und Jugendkriminalität der Münchner Polizei.
Sie zwangen die Frau, eine halbe Flasche Schnaps zu trinken, in die sie zuvor uriniert hatten. Als sie sich weigerte, sollen die beiden ihr die Flasche gegen die Zähne gerammt haben. Schließlich hätten sie die am Boden liegende Frau mit Parfüm bespritzt und mit Füßen getreten. Ob sie Spätfolgen an den Augen davontragen wird, konnten die Ärzte noch nicht sagen. Die Frau habe eine Hornhauterosion und eine Bindehautverletzung erlitten.
Kinder streiten Vorwürfe ab
Nur weil einer der Schüler ein schlechtes Gewissen bekam, konnten Polizeibeamte und Rettungskräfte die völlig verstörte und am Boden liegende Seniorin am Montagabend aus ihrer misslichen Lage befreien und ins Krankenhaus bringen. Der Junge war am Abend zufällig an der Wohnung seines Mitschülers vorbeigegangen, der noch immer nicht zu Hause war. Als dessen Mutter ihn nach ihrem Sohn fragte, erzählte er ihr von den Misshandlungen. Die Frau rief sofort die Polizei, der Notruf ging gegen 20.30 Uhr ein.Die Details aus dem Überfall stammen laut Hellwig aus den Schilderungen des 13-Jährigen gegenüber der Mutter seines Freundes. Dieser wurde über sein Handy in der Münchner Innenstadt geortet und dort von der Polizei aufgegriffen. Er gilt bisher als Haupttäter. Wie Hellwig weiter berichtet, stritten die beiden Jungen in den Vernehmungen jede Tatbeteiligung ab und beschuldigten sich gegenseitig. "Sie bestreiten jede Tatbeteiligung und bezichtigen den jeweils anderen", so Hellwig.
Der Schüler, der seit früher Kindheit verhaltensauffällig war, hatte für die alte Dame rund vier Monate lang gegen ein Entgelt Erledigungen und Einkäufe gemacht. Jedoch gab es schon an Fasching einen Zwischenfall: Aus unklaren Gründen habe der Junge die Frau am Rosenmontag gegen das Bein getreten, so dass sie nur noch unter Schmerzen gehen konnte, sagte Hellwig. Die Frau brach daraufhin den Kontakt mit dem 13-Jährigen ab.











