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Taucher beim Eistauchen verschwunden

14.02.10

Foto: dpa bildfunk

Ein 48-jähriger Taucher ist bei einem Eistauchgang in der Flensburger Förde wahrscheinlich ums Leben gekommen. Die Suche nach dem Taucher wurde am Sonntag nicht wieder aufgenommen, weil es keine realistische Überlebenschance für den Mann mehr gebe, teilte ein Polizeisprecher mit.

"Wir haben es jetzt nicht mehr mit einer Rettung, sondern einer Bergung zu tun", sagte er. Angesichts der Eisverhältnisse auf der Förde, wo es keine feste geschlossene Eisdecke gibt, sei das Risiko für die Rettungsmannschaften zu groß.

Der Sichtkontakt des 48-Jährigen zu seiner Tauchpartnerin war während des Auftauchens abgerissen und der Taucher nicht an der Oberfläche erschienen. Bei der weitläufigen Suche an der Eisoberfläche wurden am Samstag neben der Tauchertruppe der Berufsfeuerwehr Flensburg und des THW Schleswig auch zwei Hubschrauber eingesetzt. Bei dem Vermissten handele es sich um einen erfahrenen Tauchlehrer mit mehr als 2.000 Tauchgängen und Erfahrungen im Eistauchen.

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Bei den wechselhaften Strömungsverhältnissen in der Förde kann nicht vorhergesagt werden, wo der Körper des Verunglückten wieder auftaucht. Zudem gebe es speziell bei Tauchern unbekannte Variablen: Der Mann könnte seine Taucherweste aufgeblasen haben, die ihn an die Oberfläche treiben würde. Er könnte aber auch, beschwert durch die Pressluftflaschen und den Bleigürtel, auf dem Grund der Förde liegen. Eventuell ist der Leichnam auch unter einer Eisscholle gefangen und wird erst nach Einsetzen des Tauwetters wieder sichtbar. Die Polizei appellierte an Spaziergänger entlang der Förde, ihre Augen offen zu halten. Sie warnte gleichzeitig vor dem Betreten der nicht zusammenhängenden Eisfläche. Das sei lebensgefährlich.

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