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Behinderte von Bande gefoltert und ermordet

14.02.10

Foto: dpa bildfunk

Grausame Tat

Was für ein widerliches Verbrechen: Eine geistig behinderte Frau ist in den USA von einer Bande stundenlang gefoltert und schließlich ermordet worden. Der 'Pittsburgh Tribune-Review' zufolge drei Frauen und drei Männer wegen der Tat festgenommen.

Das Opfer, die 30 Jahre alte Jennifer Lee Daugherty, soll zu mindestens einem der Männer eine Beziehung gehabt haben. Die Clique soll sie in dem Städtchen Greensburg im Westen Pennsylvania 33 Stunden lang in einer Wohnung geschlagen und schließlich erstochen haben. Die Leiche der geistig leicht zurückgebliebenen Frau warfen die Peiniger in einen Müllcontainer in der Nähe einer Schule.

Das Opfer habe dem Bekannten und dessen fünf Kumpanen für Freunde gehalten und ihnen vertraut, sagte Greensburgs Polizeichef Walter Lyons. Zu den Motiven könne noch nichts gesagt werden: "Sie war wohl einfach zur falschen Zeit am falschen Ort", sagte Lyons. Vermutlich war aber Neid oder Eifersucht im Spiel, sagte der Ermittler, ohne weiter darauf einzugehen. Den Festgenommenen werden Mord, schwere Körperverletzung, Entführung und Verschwörung vorgeworfen.

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"Sie dachte, jeder Mensch ist gut und niemand könne ihr wehtun"

Die sechs - der älteste 36, die jüngste 17 Jahre alt - sollen die Frau gefesselt und ihr den Kopf rasiert haben. Dann malten sie ihr Gesicht mit Nagellack an und zwangen sie zu trinken: Öl, scharfe Gewürze, Reinigungsmittel, Medikamente und Urin. Sie schlugen sie ersten Ermittlungen zufolge mit einem Handtuchhalter, einem Staubsaugerschlauch und anderen Dingen. Schließlich stachen sie der jungen Frau in Brust, Hals und Kopf. "Nachbarn berichten von lauten Geräuschen in der Nacht", schreibt das Blatt, "dann war es still."

Die sechs wickelten die Leiche der Polizei zufolge in Weihnachtspapier und Kleidungsstücke und stopften sie in eine Plastikwanne für Müll. Zwei Straßen weiter stellten sie den Behälter auf dem Parkplatz der Schule ab. Dort wurde die Wanne wenig später von einem einparkenden Mann angefahren. Als er nachschauen wollte, fand er den grausam zugerichteten Körper der Frau.

Verwandte des Opfers sagten, die Bande habe die Freundlichkeit der jungen Frau ausgenutzt. "Sie vertraute jedem und hätte ihm notfalls ihren letzten Dollar gegeben", sagte ihre Tante. "Diese Sache ist schier unvorstellbar und bricht uns allen das Herz." Daughertys Schwester sagte der 'Pittsburgh Tribune-Review', ihre Schwester sei stets freundlich gewesen. "Wenn man sie traf, hatte man gleich einen Freund fürs Leben. Sie dachte immer, jeder Mensch ist gut und niemand könne ihr wehtun."

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