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Hunderte Urlauber sitzen in Machu Picchu fest

29.01.10

Foto: dpa bildfunk

In der Inka-Ruinenstadt Machu Picchu in Peru sitzen nach heftigen Regenfällen rund 800 Touristen weiterhin fest. Die Luftwaffe des südamerikanischen Landes, die die Rettung organisiert, hat bislang 1.400 Menschen ausgeflogen. Insgesamt stehen allerdings nur zehn Hubschrauber der Luftwaffe, der Polizei und eines privaten argentinischen Erdölunternehmens für die Evakuierung zur Verfügung. "Jede der Maschinen kann auf dem 20-minütigen Flug 20 bis 22 Passagiere befördern", sagte Tourismusminister Martín Pérez.

Wie das Auswärtige Amt in Berlin meldet, sind auch Deutsche betroffen. Eine Einschätzung ist aber schwierig. "Dort sind überwiegend Individualtouristen unterwegs, deswegen können wir keine genaue Zahl nennen", teilte eine Sprecherin mit. Auch sei unbekannt, wie es den Deutschen gehe. Viele Urlauber klagten über mangelnde sanitäre Anlagen und stark gestiegene Lebensmittelpreise. Dazu ist die Unterbringung spartanisch: Nur für einen Teil der Menschen stehen Hotels und Pensionen zur Verfügung, viele übernachten im Bahnhof von Machu Picchu und in Zelten.

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10 Tote in der Region Cusco

Nach starken Regenfällen stehen weite Teile der Region Cusco im Süden Perus unter Wasser. Erdrutsche blockieren Bahnlinien und Straßen, die Behörden riefen den Notstand aus. Medienberichten zufolge kamen bisher neun Einheimische und eine argentinische Touristin ums Leben.

Machu Picchu ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der untergegangenen Inka-Kultur. Sie liegt in einer Höhe von rund 2.400 Metern auf einer Bergspitze in den Anden über dem Urubamba-Tal. Bis zu 500.000 Touristen besuchen jedes Jahr die 'verlorene Stadt'. Der Ort umfasste mehr als 200 steinerne Bauten, Tempel, Paläste, eine monumentale Sonnenuhr und hunderte künstlich angelegte Ackerbau-Terrassen. Jahrhunderte hindurch blieb die im 15. Jahrhundert gebaute Stadt den europäischen Eroberern Südamerikas verborgen. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt.

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