Jubel bei Karstadt: 25.000 Jobs gerettet!
03.09.10

Foto: dpa bildfunk
"Ein großer Tag der Freude"
Jubel bei den rund 25.000 Mitarbeitern von Karstadt: Der Weg für eine Rettung der insolventen Warenhauskette ist frei, ihre Jobs bleiben erhalten! Nach wochenlangem Ringen überbrachte das Bundesarbeitsministerium die frohe Botschaft, dass der Übernahme des Konzerns durch Investor Nicolas Berggruen nichts mehr im Weg stehe. "Durch alle nötigen Unterschriften" hätten die Gläubiger des Karstadt-Vermieters Highstreet den geforderten Mietsenkungen zugestimmt, hieß es. Als letzte Instanz segnete das Essener Amtsgericht den Insolvenzplan formal ab.
Die Erleichterung rund um das Traditionsunternehmen ist nach dem Einstieg des deutsch-amerikanischen Investors und Kunstsammlers Berggruen groß. Alle 120 Filialen sowie die 25.000 Jobs sollen erhalten bleiben. Der Warenhauskette bleibt das Schicksal des Schwesterunternehmens Quelle erspart, das nach gescheiterten Rettungsversuchen vor einem Jahr geschlossen worden war.
"Dies ist ein großer Tag der Freude für Karstadt", strahlte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit Berggruen um die Wette. Sie lobte die Beschäftigten, die in den Monaten der Insolvenz das Geschäft am Laufen gehalten hätten. Karstadt sei aber noch nicht über den Berg. Es bestehe nun aber "eine reelle Chance, dieses Unternehmen wieder flott zu kriegen".
Die Erleichterung rund um das Traditionsunternehmen ist nach dem Einstieg des deutsch-amerikanischen Investors und Kunstsammlers Berggruen groß. Alle 120 Filialen sowie die 25.000 Jobs sollen erhalten bleiben. Der Warenhauskette bleibt das Schicksal des Schwesterunternehmens Quelle erspart, das nach gescheiterten Rettungsversuchen vor einem Jahr geschlossen worden war.
"Dies ist ein großer Tag der Freude für Karstadt", strahlte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit Berggruen um die Wette. Sie lobte die Beschäftigten, die in den Monaten der Insolvenz das Geschäft am Laufen gehalten hätten. Karstadt sei aber noch nicht über den Berg. Es bestehe nun aber "eine reelle Chance, dieses Unternehmen wieder flott zu kriegen".
Highstreet stimmt Mietkürzungen zu
Doch auch mit Berggruen an der Spitze steht Karstadt nach Einschätzung von Branchenkennern vor einer ungewissen Zukunft. Das Kaufhaus-Konzept für Innenstädte gilt als überholt, für die gesamte Warenhaus-Branche rechnen Experten in den kommenden Jahren allenfalls mit einer Stagnation. Entscheidend dürften daher Berggruens Maßnahmen zur Neuausrichtung der Kette sein. Rund 70 Millionen Euro stehen für Investitionen zur Verfügung, mit denen die Marke Karstadt verjüngt und modischer werden soll.Highstreet hatte unter der Ägide des früheren KarstadtQuelle-Chefs Thomas Middelhoff 86 der 120 Karstadt-Häuser gekauft. Das nötige Geld lieh sich das Konsortium, hinter dem unter anderem die US-Investmentbank Goldman Sachs und die Deutsche Bank stehen, Kapitalgebern. Diese Gläubiger zögerten ihre Zustimmung zu den niedrigeren Mieten nun immer wieder hinaus. Der Donnerstag galt als letzte Frist. Wäre der Deal geplatzt, hätte Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg die Pläne für eine Zerschlagung Karstadts umgesetzt.
Nach Angaben von Highstreet werden Berggruen über mehrere Jahre insgesamt gut 400 Millionen Euro nachgelassen. "Highstreet hat mehr als jeder andere Gläubiger dazu beigetragen, einen soliden Neustart von Karstadt zu ermöglichen", erklärten die Vermieter. "Nun ist Herr Berggruen in der Pflicht, Kapital und Ressourcen einzusetzen und zu beweisen, wie sein Plan für Karstadt gelingen kann."
















