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Ahmadinedschad - Rotes Tuch für den Westen

04.08.10

Foto: dpa bildfunk

Mahmud Ahmadinedschad wurde im Juni 2005 unerwartet zum Präsidenten der Islamischen Republik Iran gewählt. Im Ausland fiel der kleine, bärtige Mann vor allem wegen seiner Provokationen auf, mit denen er das Land an den Rand der politischen Isolation führte. Der 53-Jährige, der im zentraliranischen Garmsar geboren wurde, zählt zu den führenden Vertretern einer ultraorthodoxen Linie. Er hat die Unterstützung der Revolutionsgarden, die als Stützpfeiler des islamischen Staates gelten.

Seine ursprünglichen Wahlversprechen, darunter besonders die Wirtschaftsreformen zugunsten der weniger Begüterten, machten ihn bei vielen Armen populär. Hoffnungen auf bessere wirtschaftliche Zeiten zerplatzen jedoch schnell. Die Inflationsrate stieg rasant an, und im Gegensatz zu seinen Wahlversprechen wurden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

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Außenpolitisch ignorierte Ahmadinedschad alle Aufrufe der Weltgemeinschaft, das umstrittene Atomprogramm des Landes einzustellen. Darüber hinaus sorgte Ahmadinedschad mit seinen Hasstiraden gegen Israel international für Empörung. Im Juni 2009 bestätigten ihn nach offiziellen Angaben weit mehr als 60 Prozent der Wähler im Amt. Die iranische Opposition sprach jedoch von Wahlbetrug und erkennt das Ergebnis bis heute nicht an. Landesweite Straßenproteste seiner Gegner wurden nach der Wahl von den Sicherheitskräften brutal niedergeknüppelt.

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