Frieden auf dem Wasser Ukrainer Aleks (16) setzt in Hessen auf's Wakeboard


Sport macht das Leben schön und lebenswert – und vor allem ist es ein super Mittel, um sich von den Lasten des Alltags abzulenken und zu befreien. Und das kann der 16-jährige Aleks Riadno mehr gebrauchen denn je: Die Heimat des ukrainischen Wakeboard-Meisters liegt in Schutt und Asche, er musste sein Land verlassen – und kann seinen Wassersport nun endlich wieder in Nordhessen ausleben. Mehr über die Lichtblicke und ein Stückchen Frieden am Niederweimarer See für Aleks und weitere ukrainische Jugendliche – im Video!

Aleks Riadno in seinem Element - auf dem Wasser. Mehrfach hat der 16-Jährige die ukrainische Meisterschaft im Wakeboarden gewonnen. Doch nach Kriegsbeginn in seiner Heimat musste er fliehen - und ist hier am Niederweimarer See untergekommen.

ALEKS RIADNO Ukrainischer Wakeboardmeister
"In der Ukraine war es auf Grund der Situation unmöglich Wakeboard zu fahren und als ich hierhergekommen bin hab ich gedacht: "Wow, ich kann endlich wieder fahren. Nach zwei Monaten Pause war das sehr schön!"

Und für dieses Glücksgefühl ist Lucien Gerkau, Leiter des Seeparks HotSport, verantwortlich. Kurz nach Kriegsbeginn hat er seine Kontakte in die ukrainische Wakeboard-Szene genutzt und versucht zu helfen.

LUCIEN GERKAU Leiter Seepark Hot Sport
"Ich habe mir gedacht, wenn ich jetzt nichts mach, dann werf ich mir das vielleicht nachher irgendwann vor und hab dann mit meiner Familie gesprochen. Dann war der Konsens da, ja lass uns das versuchen und dann ist es natürlich immer mehr geworden und bisschen größer und mehr und viel, aber wir haben es dann jetzt zusammen geschafft."

Mittlerweile sind 10 Familien in Weimar an der Lahn untergebracht. Nicht alle Kinder sind Wakeboarder, aber das ist eher zweitrangig. Für Aleks Riadno und den 17-Jährigen Nikita ist es wichtig ihrer Leidenschaft weiter nachgehen zu können, auch wenn in ihrer Heimat ein furchtbarer Krieg herrscht.

LUCIEN GERKAU Leiter Seepark Hot Sport
"Am Anfang war's natürlich ganz dramatisch. Die Kinder waren verstört, die Kinder waren in sich gekehrt und es war sehr schön zu sehen, dass sie das erste Mal wieder gegrinst haben, als sie die Wakeboard-Anlage gesehen haben, dass sie dann auf's Wasser gehen konnten. Das war halt gigantisch und dann merkt man halt, wenn die Kinder das tun, was sie lieben, dass sie dann wieder glücklich sind, zufrieden sind."

Zufrieden ist auch Vanessa Weinhauer. Die ehemalige Junioren-Europa- und Weltmeisterin trainiert unter anderem Aleks und Nikita, die beiden größten Talente aus der Ukraine.

VANESSA WEINHAUER Wakeboard-Trainerin
"Wir hatten hier zu Saisonbeginn einen internationalen Wettkampf, da haben beide teilgenommen und das erfreut einen natürlich zu sehen. Dass man sich nach so kurzer Zeit auch an die Anlage gewöhnen konnte und dann auch direkt im ersten Wettkampf mitfährt."

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten, allein wegen der Sprachbarriere und der neuen Umgebung sind die ukrainischen Wakeboarder aber gut integriert. Und weil die beiden so talentiert sind, schauen sich andere Wakeboarder bei ihnen etwas ab und lernen. Aleks ist froh in Niederweimar gelandet zu sein, auch wenn die Gedanken ab und zu in der Heimat, bei den Vätern, Freunden und Verwandten ist, die noch in der Ukraine sind und teilweise in den Krieg ziehen mussten.

ALEKS RIADNO Ukrainischer Wakeboardmeister
"Meine Stimmung schwankt sehr, auf Grund der Situation. Ich kann plötzlich sauer werden, ich weiß auch nicht warum. Ich kann auch in guter Stimmung sein, das ist sehr unterschiedlich. Beim Wakeboard-Fahren kriege ich gute Laune, das hilft mir jedes Mal!"

Dank des Einsatzes von Lucien Gerkau und dem Seepark am Niederweimarer See können die ukrainischen Kinder also weiter ihrer Passion nachgehen. Und ein Ziel haben sie schon im Blick: Die Wakeboard-Weltmeisterschaften im Herbst in Thailand. Doch dafür brauchen sie Sponsoren - die versuchen sie jetzt alle gemeinsam an Land zu ziehen, bei DER Welle der Unterstützung könnte auch das gelingen.
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