Zwischen Sicherheit und Heimweh Sensible Hilfe für Ukrainer in Hessen


Sie haben Unvorstellbares hinter sich, haben wochenlang ohne Strom im dunklen Keller gelebt, sind unter Todesangst aus zerbombten Städten nach Deutschland geflüchtet. Nicht alle kommen als komplette Familie an, die Frauen und Kinder aus der Ukraine sind gesund und in Sicherheit – doch was ist mit ihren Männern, ihren Vätern? Wie sollen sie hier ein neues Leben beginnen, während sie sich tagtäglich um ihre Familien sorgen und alles in Deutschland für sie fremd ist? Wie ein hessischer Verein bei diesem Dilemma einspringt – im Video!

Tagelang saßen sie zu acht in einem kleinen Auto - mit zersprengten Fensterscheiben - und der Angst, es nicht zu schaffen.

Aber: Familie Horbulia hat es geschafft. Sie ist aus Mariupol geflohen, hat alles zurücklassen müssen. Ein schwerer Schritt, auch wenn von ihrem alten Leben seit Kriegsbeginn nicht mehr viel übrig war.

OT Mutter ca 24:24 - 24:59
Wir waren zwei Wochen nicht in der Stadt, denn wir haben im Keller gelebt, ohne Strom. Als wir dann auf die Straßen sind, weil wir losfahren wollten, haben wir unsere Stadt nicht mehr erkannt. Alles ist zerstört, zerbombt worden. Auch auf der Fahrt haben wir immer wieder Explosionen gehört. Es ist einfach alles kaputt.

Nach fünf Tagen kam die Familie endlich in Berlin an. Inzwischen lebt sie in einem Haus in Steinbach im Taunus - organisiert hat das der Verein "Gemeinsam für die Ukraine". Ein gemeinnütziger Verein, der den Menschen hilft, die vom Krieg betroffen sind.

OT Gründerin Verein
00:45 Wir haben uns am 24.2. gegründet, mit dem Kriegsbeginn. Für uns war klar: Wir müssen was tun, wir müssen den Leuten helfen, die von dem Krieg betroffen sind. Und so haben wir uns ganz schnell zusammen getan.

Besonders Frauen und Kinder werden vom Verein unterstützt. Denn die sind oft alleine hier.

OT Gründerin Verein
03:30 die Frauen die hier sind, sind müde. Die machen sich Sorgen um ihre Männer, um ihre Zukunft, bleiben sie hier, fahren sie in die Ukraine. Und dass sie sich hier wohler fühlen, dafür haben wir diese Zentren gegründet.

Neben der alltäglichen Hilfe für die ukrainischen Familien, bietet der Verein in Frankfurt auch verschiedene Kurse an - zum Beispiel Yoga, Tanzen oder Malen.

OT Kunsttherapie
51:23 Malen ist nicht nur malen. Es ist ein Psychologiekurs. Die Frauen sind traumatisiert, sie brauche Unterstützung. Manchmal können sie darüber nicht sprechen, deswegen haben wir diesen Kurs angefangen. Wir arbeiten auch danach weiter mit diesen Frauen, in Psychologie, aber Schritt für Schritt..

Diesen Weg gehen gerade auch die Kinder von Familie Horbulia. In einem Land, dessen Sprache sie nicht sprechen, wo sie niemanden kennen. Aber inzwischen sind die Vier angekommen. Auch der 13-jährige Anton, der wegen einer Muskelerkrankung im Rollstuhl sitzt.

OT Junge 17:1
Die Kinder hier in Deutschland sind sehr engagiert. Als ich am ersten Tag in die Schule kam, kamen viele zu mir und haben gefragt, was ich brauche, ob ich Hilfe brauche. Damit habe ich nicht gerechnet.

Auch wenn die Familie Schreckliches erlebt hat - sind sie dankbar. Dankbar, dass sie leben, dankbar für eine neue Chance.

OT Mutter
39:30
Ich danke Deutschland, der ganzen Bevölkerung. Dass sie uns die Möglichkeit gegeben hat, hier in D in Frieden zu leben, dass wir uns keine Sorgen um Essen machen müssen. Ich wünsche mir, dass wir bald arbeiten gehen können, dass wir auch etwas zurückgeben können.

Wie lange die Familie in Steinbach bleiben wird, wissen sie noch nicht. Aber das ist okay, denn sie fühlt sich hier wohl. Und das liegt ganz sicher auch an der großen Unterstützung.
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