Hinter dieser Tür sollen zwei Handwerker ein stundenlanges Martyrium erlebt haben. Da ist sich die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach sicher. Diese sieben Angeklagten sollen dahinter stecken. Fünf von ihnen wird erpresserischer Menschenraub vorgeworfen:
"Das spätere Opfer und ein Arbeitskollege// sollen // in den Keller eines Hauses eingesperrt worden sein. Und dort sollen die Angeklagten das spätere Opfer immer wieder verprügelt haben. Sie sollen es an einen Stuhl gefesselt haben, einen Sack über den Kopf gestülpt haben und es dann später nach über 26 Stunden bewusstlos in einem Wald ausgesetzt haben."
Und er soll der Initiator gewesen sein: Ahmet A.. Der Türke ist wegen Anstiftung angeklagt. Angeblich schuldete ihm das Opfer 20.000 Euro. Und um die wieder zu bekommen, spielte diese Angeklagte den Lockvogel. Die Frau gesteht heute, den Handwerker angerufen zu haben, um ihn hier vermeintlich mit Renovierungen zu beauftragen:
"Sie ist außerordentlich belastet durch dieses Verfahren. Ja, weil sie auch im Nachhinein erst erfahren hat, wo sie dort überhaupt hineingeraten ist."
Auch die anderen An-geklagten geben heute zu, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Von den brutalen Misshandlungen wollen sie vorher aber nichts gewusst haben. Die geplante Einschüchterung sei eskaliert.
"Der Richter hat heute Fotos von der Tat im Gerichtssaal gezeigt. Ein Motiv hat mich dabei besonders schockiert. Zu sehen sind offenbar einige der Angeklagten, wie sie offenbar recht gut gelaunt zusammenstehen, noch Bewegungen mit ihren Händen machen. Und im Bildhintergrund auf dem Boden sehe ich eines der beiden offenbar schwer verletzten Opfer."
Der 64-jährige Handwerker erleidet Platzwunden und Knochenbrüche. Die Rip-pen sind mehrfach gebrochen, ein Knochenspliter verletzt die Lunge - es bestand Lebensgefahr. Ein Urteil gegen seine mutmaßlichen Peiniger soll Anfang Juli fallen.