Rund ein dutzend Treibstofflager hat die russische Armee inzwischen bombardiert. Am Abend traf es eins im Nordwesten der Ukraine. Dadurch fehlt den Bauern der Treibstoff für die Aussaat. Ein schwere Schlag für die Landwirtschaft. Cut:7/8 Auch sonst ist die Zerstörung im Land nach fast fünf Wochen Krieg immens: Die russische Armee soll Schäden von mehr als 500 Milliarden Euro verursacht haben. 8.000 Kilometer Straßen und 10 Millionen Quadratmeter Wohnfläche sind beschädigt oder zerstört, so das ukrainische Wirtschaftsministerium. Aber nicht nur das:
O-Ton
Wolodymyr Selenskyj
Präsident Ukraine
Cut: 5 00:01:05
„Dies ist ein rücksichtsloser Krieg gegen unsere Nation, gegen unser Volk, gegen unsere Kinder. Bis heute ist bekannt, dass 143 Kinder gestorben sind.“
Cut:7 00:04:38
Allein in der von den Russen belagerten Hafenstadt Mariupol sollen seit Kriegsbeginn 5.000 Menschen getötet worden sein.
Cut:1 00:00:45
Etwas Hoffnung bringen heute neue Verhandlungen zwischen ukrainischen und russische Unterhändlern in Istanbul. Zumal Präsident Selenskyj zu Zugeständnissen bereit ist: eine neutrale Ukraine ohne Atomwaffen - und kleiner als jetzt.
O-Ton
Wolodymyr Selenskyj Präsident Ukraine
Cut:1 00:001:24
„Ich verstehe, dass es unmöglich ist, Russland dazu zu bringen, das Gebiet vollständig aufzugeben. Dass das zum Dritten Weltkrieg führen würde ist mir vollkommen bewusst. Deshalb sage ich, ja, das ist in der Tat ein Kompromiss, wir werden versuchen, die Donbass- Frage zu lösen.“
Bei den Verhandlun-gen als Vermittler mit dabei: Der rus-sische Oligarch Ro-man Abramowitsch. Das Wall Street Journal berichtet, dass er und zwei ukrainische Frie-densverhandler nach einem Treffen Anfang März Vergiftungssym-ptome aufwiesen. Der ukrainische Außenmi-nister sagt dazu am späten Abend:
O-Ton
Dmytro Kuleba
Außenminister Ukraine
„Ich rate jedem, der Verhandlungen mit Russland führt, nichts zu essen oder zu trinken. Und möglichst keine Oberfläche zu berühren."
Die angeblichen Vergiftungen aber bestätigte die Ukraine nicht, Russland äußerste sich gar nicht dazu.