Am helllichten Tag und das hier mitten in Hannover: Mindestens fünf Menschen können ihren Augen kaum glauben als ihnen dieser Wolf über den Weg läuft.
Stefanie Gaffron, Umweltministerium
„Durch eine sehr aufmerksame Bürgerin auch sind wir diesmal in der glücklichen Lage ein Videobeweis zu haben und konnten halt mit den Expert*innen relativ zeitnah bestätigen, dass es sich um einen Rüden handelt. Um einen jungen Rüden. So das wir wissen, dass es sich um einen Wolf handelt.“
Um 6.55 Uhr soll das ungefähr ein Jahr alte Tier das erste Mal von der Frau an der Wohlenbergstraße in der Nordstadt gesehen worden sein. Von dort aus läuft der Wolf fast eine Stunde lang 8 Kilometer durch das Stadtgebiet. Um 7:46 wird er das fünfte und letzte Mal in der Nähe der Sportanlage Stöcken gesehen.
Ein Gebiet in dem sich neben vielen Laubenanlagen vor allem auch Kindergärten und Schulen befinden.
Das Umweltministerium will nun schnell reagieren und bereitet eine Ausnahmegenehmigung zur Vergrämung des Wolfes vor, der durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt wird. Bis dahin soll die Bevölkerung wachsam sein, eine Wolfsbegegnung sofort bei der Polizei oder dem Wolfsbüro melden und ein paar Regeln im Fall der Fälle beachten:
Stefanie Gaffron, Umweltministerium
„Üblich ist es, man soll sich als Mensch halt laut und bemerkbar machen, in die Hände klatschen. Man soll den Wolf auf garkeinen Fall ansprechen, nicht anfüttern, natürlich nicht auf ihn zugehen. Man soll laut sein, klatschen, Geräusche machen.“
Insgesamt 39 Wolfsrudel sollen in Niedersachsen leben. Männliche Jungtiere tendieren in der Regel dazu sich neue Reviere zu suchen.
Manchmal streifen sie dabei eben auch durch bebaute Gebiete, ziehen sich dann aber wieder zurück. Das wäre wohl auch für dieses Exemplar empfehlenswert: Damit sowohl ihm als auch den Hannoveranern der ganze Stress erspart bleibt.