So sieht es aus, das Herzpflaster – gezüchtet aus künstlichen Herz- und Bindegewebszellen. Daraus entsteht dann im Labor ein Pflaster aus Herzmuskelgewebe. Aber wie hilft das dann den Patienten?
„Die Mischung ist so gestaltet, dass diese Zellen zueinander finden und letztendlich dann Kraft entwickeln können. Und diese Kraftentwicklung, die übertragen wir dann über das Herz Pflaster direkt auf das Herz."
Das Herzpflaster besteht aus kleinen Sechsecken die 4 mal 4 Zentimeter groß und 4 Millimeter dick sind. Insgesamt 20 davon werden dann außen auf die Herzwand der linken Herzkammer aufgenäht. So wird eine Fläche von 100 Quadratzentimetern abgedeckt. Das sind 800 Millionen neue Herzzellen, die in Zukunft das Herz beim Schlagen unterstützen.
Frank Teege war der erste Patient, der operiert wurde. Er hatte vor der OP 9 Herzinfarkte, war er kurzatmig und kaum belastbar. Jetzt ist der 66-jährige viel fitter als vorher.
„Die Lebensqualität hat sich natürlich sehr gut oder sehr stark vergrößert und verbessert . Ich kann geradeaus gucken , ich kann geradeaus laufen . Ich habe ganz andere , ganz anderes oder ganz andere Sicht vom Leben jetzt.“
Mittlerweile haben 12 Patienten ein Herzpflaster bekommen und die Studie soll weiterlaufen. Bald könnte es so sein, dass nach einem Infarkt das Herz einfach mit einem Pflaster geflickt wird, so wie eine ganz normale Wunde.