Nicht nur den Gästen auch den Gastronomen schmeckt es manchmal überhaupt nicht - wenn zum Beispiel eine Reservierung gar nicht oder zu kurzfristig abgesagt wird. So wie bei der Letterman Bar and Grill in Leipzig.
OT Claudia Höhne, Inhaberin:
"Wir gehen dann meistens in ne Nachkommunikation..."
Um dagegen vorzugehen gibt es immer mehr Gastronomen, die mit einer sogenannte "No Show Gebühr" arbeiten. Wer nicht absagt, muss zahlen! Dafür werden bei Reservierungen Kreditkartendaten hinterlegt. Einige Spitzenrestaurants verlangen bis zu 150 Euro - pro Person, wird nicht mindestens 24 Stunden vorher abgesagt.
Voxpops
"kanns nachvollziehen...niemand."
"Da gehts um finazielle Einbußen...wie das geschehen soll."
Gastronomen berichten von Umsatzverlusten bis zu 6.000 Euro monatlich.
Doch nicht nur sie - auch Friseur- und Kosmetikbetriebe sowie Arztpraxen melden vermehrt Terminversäumnisse:
Voxpops
"Könnte mir das nicht vorstellen...unverschämt."
"Bei mir ist das eher so....wenn ichs Handy gucke, oh."
Laut einer RTL Forsa-Umfrage haben 61 % der Befragten schon mindestens einmal einen Termin nicht rechtzeitig abgesagt.
Nur 39 % meinen, das noch nie getan zu haben.
Die unter 60 Jährigen geben dabei häufiger an, einen Termin schonmal vergessen zu haben.
OT Thomas Druyen, Soziologe
"Früher No Go nicht abzusagen...aber Digitaliseireung verändert uns."
Dabei ist es doch schnell gemacht, einen Termin abzusagen, damit andere Menschen ihn nutzen können.
So haben am Ende deutlich weniger Reservierungen einen bitteren Beigeschmack.