Fleißig tippt er auf sein Handy. Nein, keine Nachricht. Unser Reporter Jan Heikrodt füllt seinen digitalen Einkaufswagen im Rewe Online-Shop.
"Ich brauche Salat, dann gehe ich mal auf Salat, den packe ich in meinen Einkaufswagen. Ein paar Bananen nehme ich auch noch, Äpfel auch noch."
Der Mindestbestellwert liegt bei 20 Euro.
Wenn die Liste fertig ist, kann Jan seine Abholzeit festlegen. Und mit der ist er so gar nicht happy: "Schade! Nicht am gleichen Tag, sondern erst morgen..."
Martin Fassnacht ist Experte für Marketing und Strategie. Er sieht in diesem Pilotprojekt kaum Potential: "Es ist eine sehr enge Nische an Verbraucherinnen und Verbrauchern, die angesprochen werden. Ich glaube nicht, dass sich das lohnen wird, dass das von vielen Verbrauchern angenommen wird."
Erfolgversprechend allerdings, der Abholservice in den Filialen. Dort kann jeder auf das gesamte Sortiment zurückgreifen - anders als beim Abholautomaten.
Denn apropos Sortiment: Unser Reporter geht einen Tag nach der Online-Bestellung zur Abholstation in seiner Nähe.
Mit einem Pin Code kommt er zu seinem Einkauf. Aber dann die Überraschung:
"Es ist ja gar nicht alles da, was ich bestellt habe. Tolle Nummer." Keine Spur vom Salat! Chips, Äpfel und Zwiebeln fehlen Jan auch. Insgesamt vermisst er seinen halben Einkauf.
Vor Ort und telefonisch konnte niemand helfen.