Für die israelischen Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen heißt es: Warten! Die Bodenoffensive verzögert sich. Berichte, das läge am schlechten Wetter, weist das israelische Militär aber zurück:
Arye Shalicar, Sprecher der israelischen Armee: "Wetter ist nicht das Problem. Einer der Dinge, die uns beschäftigen sind natürlich die Zivilisten im Gaza-Streifen, die wir verschonen wollen und deshalb schon seit zwei, drei Tagen sehr stark damit beschäftigt sind, sie zu warnen aus dem nördlichen in den südlichen Gazastreifen sich zu bewegen."
Doch, abgesehen von dem laut Hilfsorganisationen ohnehin unmöglichen Unterfangen Hunderttausende Menschen so schnell umzusiedeln, sollen Hamas-Kämpfer die Fluchtroute blockieren. Drohnenbilder zeigen eine Autoschlange, die daran gehindert wird, in Richtung Süden zu fahren. Die Ansagen der Hamas sind deutlich:
Ismail Haniyeh, Leiter des Politbüros der Hamas: "Die Menschen in Gaza sind in ihrem Land verwurzelt und halten an ihrer Heimat fest. Sie werden Gaza nicht verlassen."
Gleichzeitig feuert die Hamas aus dem Gazastreifen weiter Raketen in Richtung Israel und auch aus dem Norden werden wieder stärkere Angriffe der radikalislamischen Hisbollah aus dem Libanon gemeldet. Dabei ist heute ein israelischer Grenzposten zerstört worden. Die Gefahr eines Zwei-Frontenkrieges für Israel wächst.