Kristin Gründler ist erst vor ein paar Tagen wieder Mutter geworden.
Eine kalte Wohnung - für die Krankenschwester im Moment undenkbar.
OT Familie
Wir versuchen schon zu sparen, wo wir können, aber mit so einer kleinen, muss man schon die Heizung aufdrehen, man braucht auch warmes Wasser, man kann sie ja nun nicht kalt abduschen.
Also: Freiwillig sparen ja, verordnete Kürzungen nein.
Laut einer aktuellen RTL FORSA Umfrage sind 65% der Deutschen dagegen, die Mindesttemperatur in Mietwohnung auf unter 20 Grad zu senken.
Nur 31% hätten damit kein Problem.
Ganze 72% lehnen es ab, nur zu bestimmten Zeiten warmes Wasser zu haben.
Voxpops
Ich will natürlich nicht frieren haha
Na klar, die Privaten stehen im Vordergrund für mich als Verbraucher
Was nutzt es einem, wenn man in einer warmen Bude sitzt, aber die
Arbeitsplätze verloren gehen?
So sieht es auch die Industrie. Und warnt:
Sollte in einer akuten Mangellage zuerst den Unternehmen das Gas gekürzt werden, drohe eine schwere Wirtschaftskrise.
Ganze Produktionsstandorte stünden vor dem Aus.
OT DIHK
Unter dem Strich reden wir aber schnell, wenn es in der Fläche kein Gas mehr gibt in der bisherigen Menge, über Millionen von Kurzarbeitern. // wie viel dann an Beschäftigung am Ende verloren geht, hängt davon ab wie sich der Winter und das nächste Jahr entwickeln werden.
Private Haushalte vor Industrie - auch der Bundeswurtscaftsminiser stellt diese Priorisierung nun infrage -
die sei nur bei kurzen Gas- Ausfällen Sinnvoll.
OT Habeck
"Wir reden hier möglicherweise von einer monatelangen Unterbrechung . von Gas Strömen und da passt dieses Szenario nicht automatisch Sodass man dort vielleicht noch mal nachdenken muss oder nacharbeiten muss."
Die Bundesregierung wird wohl einen Mittelweg finden müssen -
sodass kritische Wirtschaftsbereiche weiter versorgt werden können,
aber gerade Familien wie die von Kristin Gründler nicht frieren müssen