Es ist ein Cold Case Fall, der die Polizei bis heute beschäftigt. Ulla Lilienthal war 15 Jahre alt, als sie verschwand. Sie wurde ermordet, doch der Täter konnte nie gefasst werden. Bärbel Scheffler fragt sich bei heute, was Ulla passiert ist.
((Bärbel Scheffler, Schwester von Ulla)): „Die ist auch öfter halt eben per Anhalter gefahren und dass sie da halt eben an den Falschen geraten ist//Und mein Vater, der war gleich da ist was passiert, da ist was passiert. Irgendwie hatte der das Gefühl."
17 Tage nach ihrem Verschwinden, am 10. Februar 1985, finden Spaziergänger die unbekleidete Leiche
des Mädchens - mit einem roten Netzstrumpf um den Hals - in der Nähe eines Parkplatzes im Waldgebiet zwischen Großburgwedel und Fuhrberg. Bis heute geht Bärbel Scheffler der Tod ihrer Schwester nah. Sie erzählt uns, wie sie Ulla in Erinnerung hat.
((Bärbel Scheffler, Schwester von Ulla)): „Sie war sehr selbstbewusst, bei Fremden hat sie gesagt, ich kenne die nicht, na ja dann lerne ich sie jetzt kennen“
Der Schock sitzt auch bei Nachbarn und Bekannten tief. Bärbel Scheffler erinnert sich an die große Anteilnahme.
((Bärbel Scheffler, Schwester von Ulla)): „Zwei Tage später der Stand nun halt eben auch schon in der Zeitung und dann ging es richtig los. Dann kamen die Telefonanrufe, dann kamen die Leute und äh, ja, nahm Anteil und fragten halt eben auch viel. Ja, aber wir selber konnten ja nun auch gar nicht so groß was sagen.“
Die Polizei sucht bis heute nach dem Täter. Es gab immer wieder Hinweise, doch nie einen konkreten Mordverdacht. Und das trotz einer neu aufgerollter Plakatoption. Möglicherweise lebt der Täter noch immer in der Region und führt ein normales, gut bürgerliches Leben. Bärbel Scheffler hofft, dass der Mörder ihrer Schwester noch gefunden wird.