Es sind die letzten Bilder von Yasmin Stieler. Aufgenommen an ihrem 18. Geburtstag im Juli 1996. Yasmin steht kurz vor dem Abitur, will
Biologin werden.
Die junge Frau aus Uelzen wohnt damals schon allein, hat aber einen engen Kontakt zu ihrer Familie.
"Sie hat sich jeden Tag gemeldet oder war hier zumindest und Sonntags wars immer ein bisschen später wo sie anrief, kannste mich holen, weil sie ja noch keinen Führerschein hatte und auch kein Auto und dann kam sie zum Mittagessen und den Sonntag fehlte dieser Anruf.
Und irgendwie, ich weiß nicht, Mutter Tochter - wir hatten ein enges Verhältnis, das spürt man, ich hab sofort gewusst, da stimmt was nicht.."
Eine schreckliche Vorahnung, die sich bewahrheitet. In den kommenden Monaten tauchen immer wieder Leichteile von Yasmin auf, deshalb tritt ihre Mutter Rosemarie insgesamt drei Mal an Yasmins Grab.
Yasmins Hände fehlen bis heute. Hinweise auf einen Kampf oder eine Sexualstraftat finden die Ermittler nicht. Warum Yasmin getötet und ihr Leichnam zerstückelt wurde, ist bis heute unklar.
"Warum Yasmin und wenn er schon sowas macht warum er dann nicht das Rückgrat hat und dazu steht, denn es muss ein fürchterlich charakterloser Mensch sein“
Rosemarie gibt auch nach 26 Jahren die Hoffnung nicht auf, dass das Verbrechen an ihrer Tochter aufgeklärt wird.
Noch einmal wendet sie sich an die Öffentlichkeit und bitte um Mithilfe.
Rosemarie Schäfer:
16:50 Liebe Mitbürger, wenn irgendjemand aus dem Umfeld des Täters irgendetwas weiß, möchte ich sie bitten, sich bei jeder möglichen Polizeidienststelle zu melden, es ist eine Belohnung von über 75.000 Euro ausgelotet für wirklich sachdienliche Hinweise.
Und du mein lieber Täter, ich gebe keine Ruhe. Ich mach weiter!"