Wie echt sind diese Tränen einer Mutter unter Mordverdacht?
“Ich habe meinen Sohn geliebt. Ich liebe meinen Sohn immer noch.”
Der 7-jähriger Miguel gilt inzwischen als tot, doch von seiner Leiche fehlt immer noch jede Spur. Verdächtigt wird nicht nur seine leibliche Mutter Yasmin, sondern auch ihre damalige Lebensgefährtin Bruna.
“Wer hat Miguel umgebracht? Laut den beiden, niemand. Denn eine sagt, es war die andere, und die andere sagt das Gleiche.”
Doch die Details in dem Fall und diese Aufnahmen von Überwachungskameras, lassen grausames vermuten.
Hier meldet Yasmin ihren Sohn vor rund drei Jahren vermisst. Eine Polizeistation in Imbé, im Süden von Brasilien. Sie kommt zusammen mir ihrer Lebensgefährtin Bruna. Die Ermittler erinnern sich genau an die merkwürdige Stimmung
"Ich muss wirklich sagen, dass die Befragung der Mutter, etwas war, was ich in meiner langjährigen Karriere noch nie erlebt habe. Ich habe noch nie eine so kaltherzige Person befragt."
Auf alten Bildern mir ihrem Sohn wirkt Yasmin jedoch gar nicht kühl. Die 28-jährige Putzfrau lacht viel, hält ihren Miguel fest im Arm. Auch die Beziehung zu Bruna scheint glücklich – bis Miguel im Juli 2021 von zuhause scheinbar verschwindet.
“Nachdem die Mutter Miguel als vermisst gemeldet hatte , untersuchte die Polizei das Haus der Familie und die Sicherheitskameras in der Umgebung”
Die Ermittler finden im Haus diese Kette mit der DNA des 7-jährigen und ein T-Shirt, an dem sein Blut klebt. Als sie sich anschließen die Videos der umliegenden Überwachungskameras ansehen, entdecken sie Yasmin und Bruna, wie sie um Mitternacht durch die Straßen schleichen.
"Dort sieht man ganz deutlich, Yasmin, die Mutter des kleinen trägt eine Tasche, sie wechselt ab und zu die Seiten."
Die Polizei findet heraus, dass Yasmin auf dem Handy den Weg zum nahegelegenen Fluss gegoogelt hat. Dort finden sie die Tasche im Müll. In ihr DNA-Spuren von Miguel. Mehr nicht.
"Die unermüdliche Suche der Polizei und der Feuerwehr Miguel doch noch lebend zu finden, wurde nach anderthalb Monaten eingestellt. Der kleine Junge bleibt verschwunden."
Die Beweise sind auch ohne eine Leiche erdrückend. Die Frauen gestehen, dass Miguel tot ist und sie ihn in der Tasche zum Fluss gebracht haben. Der Prozess soll klären was passiert ist, doch das einstige Liebespaar beschuldigt sich plötzlich gegenseitig.
"Ich meine, ich selbst bin ein Monster. Ich bin ein Monster. In Wahrheit bin ich ein Riesenmonster. Aber ich hätte mir nie vorstellen können, dass Bruna den kleinen umbringen würde."
"Ich habe nur etwas mit der Misshandlung und nicht mit dem Tod zu tun."
Handyvideos belegen das traurige Schicksal des kleinen Miguel. Offenbar hatte das Liebespaar ihn immer wieder im Kleiderschrank eingesperrt und mir der Kette gefesselt. Einmal schlagen sie ihn offenbar zu hart.
"Ich weiß nicht, was passiert ist, aber Miguel fing an zu Schreien. Heute weiß ich, ich hätte ihn besser zu einem Arzt bringen sollen. Stattdessen habe ich ihm eine halbe Tablette Antidepressivum gegeben, sodass er sich beruhigt und aufhört zu schreien."
Auch wenn sie ihre Unschuld beteuert, hatte Yasmin es scheinbar geplant. Denn sie hatte gegoogelt, wie schnell sich ein Körper in Salzwasser auflöst. Das Motiv: Ihr Sohn war der neuen Liebe im Weg.
"Jasmin und Bruna lernten sich im Internet kennen . Sie führten eine toxische Beziehung , die wenige Monate später zum Tod von Miguel führte . Offenbar war der 7-jährige eine Last für die beiden Frauen geworden . Sie wollten sich von ihm befreien und ein neues Leben beginnen"
Dass werden sie nun im Knast tun. Das Gericht hat Mutter Yasmin zu 57 Jahren und Bruna zu 51 Jahren verurteilt.