Und die Hochwasserlage beobachtet vor uns. Niklas Dima in Anhausen im Landkreis Augsburg. Niklas, du hast dich ja schon ein bisschen umschauen können. Wie erlebst du die Lage denn im Moment? Wie ist die aktuelle Situation?
Ja. Guten Morgen. Die Anwohner sind auf jeden Fall noch geschockt. Das merkt man. Den steckt das Hochwasser noch in den Knochen. Manche sind jetzt so langsam dabei, sich mal einen Überblick zu verschaffen, wie die Lage in den Kellern ist, wie hoch das Wasser wirklich gekommen ist und was alles kaputt gegangen ist. Wir konnten gerade bei einem Herrn schon mal in den Keller schauen, da hat es wahrscheinlich alle Elektronik, Geräte von Trockner, Waschmaschine usw hat das alles kaputt gemacht, also hat der Regen sozusagen mit sich gerissen und da sieht es aus wie in einem Schlachtfeld. Also das ist wirklich ja ziemlich beeindruckend und erschreckend, wie stark diese Wassermassen hier waren. Wir können das auch gerade mal hinter mir zeigen. Hier sieht man sogar hier hat es eine Straße unterspült, die hat das komplett mitgerissen. Und auch wenn man ein Stück weiter hinten noch hinschaut, da fließt eigentlich sonst nur ein kleiner Bach mit circa 50 Zentimeter Pegel. Da hat es landwirtschaftliche Geräte mit sich gerissen. Man kann sich also wirklich durchaus vorstellen, mit welcher Kraft das Wasser hier durchging. Das ganze kam hier so geballt runter wegen des Dammbruchs wenige Kilometer hier aufwärts. Das Wasser ist dann schlagartig hier angestiegen und hat quasi alles mit sich gerissen. Man kann sich nur ausmalen, wenn man das hier noch mal hinter mir zeigt. Wenn hier wirklich eng bebaute wäre, welche dramatischen Folgen das wohl gehabt haben müsste. Deswegen kann man hier wirklich noch von Glück sprechen, das hier eigentlich die Lage noch relativ glimpflich ist und man jetzt so langsam wirklich schon ans Aufräumen denken kann.
Also die Schäden werden so langsam sichtbar. Ist denn das Schlimmste dort jetzt überstanden oder womit rechnen die Menschen? Was bereitet ihnen gerade Sorge? Gerade für die nächsten Stunden und natürlich auch Tage.
Ja, erstmal die gute Nachricht Der Regen, der wird weniger. Ist es nur noch vereinzelte Tropfen Nieselregen, der hier runterkommt. Das hilft natürlich schon mal sehr, dass die Pegelstände auch weiterhin sinken können. Man ist hier relativ positiv gestimmt, denn dieser Damm, der gebrochen ist, da kann eben, können jetzt keine Wassermassen sich mehr aufstauen, das heißt, es fließt hier einfach durch und damit ist hier die Lage erst mal beruhigt. Aber ich konnte heute Morgen mit der Polizei auch schon sprechen und die hat gesagt, es gibt weiterhin Hotspots in Günzburg. Da ist zum Beispiel immer noch die Lage ziemlich kritisch. Da hat man heute Morgen noch Leute evakuiert, da sind die Einsatzkräfte weiterhin dauerhaft im Einsatz. Also da ist die Lage alles andere als entspannt.