Ein Wagen des Bun-deskriminalamts steht am Abend vor dem Krankenhaus in Ingolstadt. Hierher wurde der AfD-Chef offenbar gebracht und intensivmedizinisch überwacht. Zuvor sollte Tino Chrupalla bei einer AfD-Wahlkampfveranstaltung mit dem österreichischen Rechtspopulisten Gerald Grosz auftreten. Doch dazu kam es nicht.
Gerald Grosz, ehem. FPÖ-Politiker:
"Offenbar hat es einen gewaltsamen Angriff auf den Fraktionsvorsitzenden und AfD-Chef und Bundesvorsitzenden hier, zwei Meter neben der Bühne gegeben."
Die Polizei bestätigt nur, dass Chrupalla hinter der Bühne medizinisch versorgt werden musste, offensichtliche Verletzungen soll es nicht gegeben haben.
AfD-nahe Medien sprechen dagegen von einem Anschlag mit einer Spritze und einem anaphylaktischen Schock. Er kann durch gleichzeitiges Versagen mehrerer Organe Lebensgefahr bedeuten. Die AfD sieht sich als Opfer einer Serie von Angriffen.
Ingo Hahn, AfD, Landtagsabgeordneter Bayern:
"Das sind also leider ganz schlimme Ereignisse und leider scheint die Saat der Hetze gegen die AfD aufzugehen."
Wirbel gibt es auch um die AfD-Co-Vor-sitzende Alice Weidel. Nachdem es eine Anschlagsdrohung an ihrem Schweizer Wohnsitz gegeben haben soll, sagte sie einen Wahlkampfauftritt am Dienstag ab. Die Partei bestätigte inzwischen, dass sich Weidel auf Mallorca aufhält. Noch bleiben viele Fragen offen - genau wie bei der möglichen Attacke auf Tino Chrupalla. Die Kriminalpolizei will jetzt ermitteln, was in Ingolstadt wirklich passiert ist.