Der Blick nach oben, in die unendlichen Weiten voller Weltraumschrott. Und irgendwo hier in Leipzig ist es wahrscheinlicher als anderswo, dass etwas davon herunterkommen könnte. Leipzig liegt in gleich zwei der drei Überflugkorridore, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz geschätzt hat. Und das ist der Übeltäter: Ein Batteriepaket der internationalen Raumstation. Schon vor Jahren haben Astronauten ein neues eingebaut. Und das alte, 2,5 Tonnen schwer, wurde so entsorgt, wie es im Weltraum üblich ist.
Prof. Ulrich Walter, Physiker und ehemaliger Astronaut:
"Also man hat eigentlich gar nichts gemacht, einfach nur losgelassen und dann driftete es weg."
Jetzt tritt die Batterie in die Erdatmosphäre ein. Ein Großteil dürfte verglühen. Und wenn es doch Trümmer bis zur Erde schaffen?
Prof. Ulrich Walther:
"Die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Trümmerteil auf die Erde fällt und einen Menschen beschädigt, ist nicht Null. Sie ist sehr gering. Aber das heißt nicht, dass über die nächsten 100 Jahren so ein Fall nicht mehr eintreten kann."
Möglich sind allerdings Leuchterscheinungen, also vielleicht wird es am Abend noch romantisch am Himmel über Leipzig. Nur anfassen sollte man die Trümmer nicht, falls man einen findet.