Was führte zu der Massenpanik in Seoul, bei der mehr als 150 Menschen ihr Leben verloren haben? Diese Frage ist auch 2 Tage nach dem Unglück noch unbeantwortet – aber es gibt neue Erkenntnisse.
Zum Beispiel ist inzwischen klar geworden, dass die Polizei nicht in ausreichender Mannstärke hier vor Ort war.
Laut der Regierung sollen zur gleichen Zeit in anderen Stadtteilen politische Protestveranstaltungen stattgefunden haben. Dort habe man die Polizisten zuerst hingeschickt, auf der Partymeile sollen nach verschiedenen Aussagen gerade einmal 130 bis 200 Polizisten gewesen sein – für tausende Menschen.
Diese Straße ist ein wenig abschüssig – das können Sie sehen. Am Abend, wenn viel Alkohol fließt, dann wird es da auch ein bisschen rutschig. Und während die Leute ins rutschen geraten, kommen immer mehr Menschen in die Gasse rein – und dann noch ein schreckliches Missverständnis: Viele Leute haben angefangen zu schreien vor Schmerzen und vor Todesangst – und die Menschen weiter hinten haben gedacht: Oh da findet eine ganz große Party statt, da müssen wir noch mehr pushen. So ist es zu einem tödlichen Missverständnis gekommen. Vorne sterben die Menschen und hinten drücken immer mehr Menschen.
Weitere Zeugen hätten auch ausgesagt, dass die Menge vom Auftritt eines berühmten YouTube-Stars gehört habe – und deswegen in die Gasse geströmt sei.
Die Angehörigen der Opfer fordern eine schnelle Aufklärung – und die Ärzte kämpfen weiter um das Leben der Verletzten.