Bilder zeigen sechs tiefe Krater an der Atomanlage Fordo im Iran - die Berge rund um die Region sehen grau, wie verbrannt aus. Die iranische Regierung beeilt sich, zu versichern: Nahe gelegene Städte wir Ghom (nur 30 Kilometer entfernt) und Teheran seien nicht von radioaktiver Strahlung bedroht.
Auch die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA teilt per Online-Post mit, es sei keine erhöhte Strahlung außerhalb der bombardierten Standorte gemessen worden. Die IAEA beruft aber trotzdem eine Dringlichkeitssitzung ein.
Laut Experten sind Anlagen wie Fordo oder Natans und auch Isfahan keine Atomreaktoren, sondern sogenannte Anreicherungsanlagen. Hier wird Uran so aufgearbeitet, dass es potenziell waffenfähig wird. Aber: Uran an sich reicht für eine Explosion oder Kernschmelze nicht aus.
Dennoch: Uran ist ein Schwermetall und könnte nach den Explosionen als dieses die Umwelt der Region belasten. Viele Iraner verlassen schon seit Tagen ihr Land - auch wenn Experten das Atomprogramm des Irans für Jahrzehnte geschwächt einschätzen.