Meter für Meter kämpft sich die österreichische Feuerwehr vergangenen Samstag über die Autobahn. Nur wenige Kilometer vor ihnen: ein Autounfall mit Schwerverletzten - doch für die Einsatzkräfte gibt es kein Durchkommen: Die Rettungsgasse ist dicht. Szenen, die Feuerwehrleute auch in Deutschland immer wieder beobachten.
OT Manuel Packhäuser, Sprecher der Feuerwehr Wuppertal
21:05:14
"Die Leute wissen nicht genau wo Muss ich jetzt nach links oder nach rechts ausweichen. Werden dann hektisch, weil das Einsatzfahrzeug direkt hinter ihnen steht, mit Horn und Sirene."
Wuppertal, gestern Nachmittag: Ein Lkw kracht in ein Stau-Ende, der Fahrer wird eingeklemmt und lebensbedrohlich verletzt. Auch hier fehlt die Rettungsgasse.
OT Simon Harmuth, Einsatzleiter Feuerwehr Wuppertal
"Die Feurwehr Wupptertal konnte quasi gar nicht zur Einsatzstelle vorfahren (...) eine weitere Besonderheit war, dass sich der Notarzt mit einem ausgeliehenen Fahrrad den Weg gebahnt hat."
... und so wichtige Minuten gespart hat. Denn die entscheiden in solchen Situationen oft über das Überleben der Unfallopfer. Deshalb gilt: sobald sich ein Stau ankündigt, GRAFIK sollten alle Autos frühzeitig! auf der linken Spur nach links fahren, alle anderen nach rechts, egal wie viele Spuren die Straße hat. Der Standstreifen sollte frei bleiben. Wer sich daran nicht hält, muss mit einem Monat Fahrverbot und 200 Euro Bußgeld rechnen - mindestens!
OT Arndt Kempgens, Fachanwalt für Verkehrsrecht
00:47:02
"Wenn der Arzt nicht zur Unfallstelle kommt und jemand nicht behandelt werden kann, droht ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung oder sogar Tötung."
Meistens kommt es aber nicht so weit, weil Autofahrer häufig früh- und damit rechtzeitig die Rettungsgasse bilden und so Leben retten.