Erkältung oder Pollenallergie? Unscheinbar sehen sie aus, die kleinen Würmchen. Doch die Pollen der Hasel fallen jetzt über die armen Allergiker her. Einigen machen sie jetzt schon zu schaffen!
„Niesen, Augentränen, ganz extrem."
„Ich bin glücklicherweise nicht betroffen. Meine Mutter aber, die hat Haselnussallergie und hat eine verstopfte Nase und Halsbeschwerden."
„Früher hatte ich mal ein bisschen Allergien, aber jetzt gar nichts mehr.“ Damit liegt er allerdings nicht im Trend, wie uns der Facharzt bestätigt.
„Es kommen eigentlich immer mehr Patienten in die Praxen. Also wir haben nicht große, riesige Sprünge, aber einfach stetig haben wir unsere Allergiepatienten, die einfach die Allergien haben, auch etwas mehr leiden, weil einfach doch so viel in der Luft war in den letzten Jahren an Pollen." Doch gerade jetzt in der Erkältungszeit, wissen viele Betroffene gar nicht, dass sie eine Allergie haben.
„Die denken, sie haben eine Erkältung, die Nase läuft, die Nase ist irgendwie so verstopft, der Hals. Ja, das ist auch so ein bisschen komisch, pelzig und kratzt und das ist gar keine Erkältung. Und dann manchmal mache ich einen Allergietest und finde dann das erste Mal, dass die Patienten gegen die Frühblüher, gegen die Hasel, eine Allergie haben."
Wer glaubt, eine Allergie zu haben, aber nicht sofort zum Arzt gehen möchte, kann sich kurzfristig auch mal mit freiverkäuflichen Mitteln helfen.
„Aber gerade, wenn man die Medikamente regelmäßig anwendet, ist es auf jeden Fall sinnvoll, mit einem Allergologen mal zu sprechen. Oder auch mit dem Hausarzt, was denn der behandelnde Arzt dazu sagt. Und manche Wirkstoffe wirken auch nicht immer. Also die Feintuning, die Feinanpassung ist dann doch besser in der Praxis durchzuführen."
Und alle, bei denen Tabletten, Nasen- oder Augenspray nicht richtig helfen und die stark leiden: die sollten mal über eine Immuntherapie nachdenken.
„Man gewöhnt den Körper über längere Zeit an das Allergen. Es geht mit Spritzen. Alle 4 bis 6 Wochen kriegt die PatientIn eine Spritze über drei Jahre. Ja, leider, drei Jahre dauert das. Aber dadurch lernt der Körper, nicht mehr allergisch zu reagieren. Auf die Birke zum Beispiel oder auch auf Gräser." Die Kosten trägt in der Regel die Krankenkasse. Eine Immuntherapie dauert zwar, aber dann können einen zum Beispiel diese Haselpollen nicht mehr auf der Nase herumtanzen.