Endlich durchatmen, und keine Beschwerden. Für unseren Kollegen Jens-Hendrik Rissing ist der Herbst eine gute Jahreszeit, denn da hat er nicht mehr mit seinen Allergien zu kämpfen.
Jens Rissing: "Es nervt , weil permanent die Nase läuft , permanent die Augen jucken und man permanent das Gefühl hat , man ist leicht erkältet.“
Gegen was er genau allergisch ist, weiß Jens nicht. Darum macht er heute einen Allergietest.
Dr. Jana Garnier, Ärztin
"Man macht das insbesondere gerne in den allergiefreien Zeiten. Da macht es Sinn, diese Hauttestungen prinzipiell vorzunehmen, weil da die Patienten in der Regel eben auch keine Allergie-Tabletten , also keine Antihistaminika einnehmen müssen."
Und los geht's: Der Unterarm wird in 14 verschiedene Bereiche aufgeteilt, auf die dann verschiedene Allergene getröpfelt werden. Mit einer kleinen Nadel wird dann die Haut eingestochen.
Nach 10min wird es langsam unangenehm:
Jens Rissing: "Also ich habe schon das Gefühl , ich würde da jetzt gerne drüber streichen.“
Dr. Jana Garnier, Ärztin
"Ablesen kann man letztendlich die Rötung und die Quaddelbildung. Und essenziell dabei ist aber die Quaddelbildung als wirkliche allergische Reaktion. Das wird eben gewertet, auch anhand der Größe der Quaddelbildung."
Nach weiteren 10min ist der Test vorbei und die Ergebnisse stehen fest.
"Wir haben eine Allergie auf Hausstaubmilben feststellen können, aber eben auch auf Gräser und Roggen und auch auf Birke."
Durch den Test hat unser Kollege jetzt endlich Klarheit, doch wie geht er jetzt am besten damit um?
Dr. Jana Garnier, Ärztin
Daher ist es also essenziell, dass man zunächst erst mal schaut, ob man diesen Stoff, auf den man allergisch reagiert, im Alltag irgendwie möglichst vermeiden oder aber vermindern kann. Das heißt, dass Patienten zum Beispiel, die eine Pollenallergie haben, dann auch vorzugsweise abends duschen gehen sollten.“
Sollten sich die Symptome daraufhin nicht verbessern oder es sogar zu Einschränkungen im Alltag kommen, rät die Expertin zur Desensibilisierung.
Dr. Jana Garnier, Ärztin
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Desensibilisierung. Einmal als orale Form in Form von Tabletten oder aber auch Spray.// Und da gewöhnt man den Körper letztendlich an den Stoff, auf den man allergisch reagiert und modifiziert so also die Reaktion des Immunsystems auf diesen Stoff, so dass es im Verlauf zu einer Besserung der Beschwerden kommt."
Die Kosten dafür übernimmt in der Regel die Krankenkasse. Unser Kollege Jens-Hendrik Rissing wird in Zukunft seine Symptome also genau im Blick behalten und bei akuten Beschwerden vielleicht auch über eine Desensibilisierung nachdenken.