Sie wollen gemeinsam den Gipfel erklimmen – doch dann lässt ein Bergsteiger aus Niederbayern seinen erschöpften Begleiter einfach zurück. Statt dem 64-Jährigen zu helfen, checkt der Gipfelstürmer in seine Hütte ein - und legt sich schlafen. Zitattafel Markus Reichholf, Saalfeldener Ortsstellen- und Einsatzleiter „Wir haben ihn aufgeweckt, aber er hatte keinerlei Einsicht. Er erzählte, dass er seinen Kollegen zurückgelassen habe und meinte nur, dass er auch alleine zurechtkommen müsse.“ Die Herzlos-Aktion erinnert an die K2-Tragödie Anfang August. Mehrere Menschen steigen über einen verletzten Familienvater, lassen ihn sterbend liegen. Laut Zeugenberichten soll der Expeditionshelfer - Muhammed Hassan angeblich noch mehrere Stunden gelebt haben. Es scheint, als habe keiner geholfen, weil alle den Gipfel erreichen wollten. Die Rettungsaktion im Salzburger Land glückt. Der 64-Jährige ist wieder wohlauf - dank des couragierten Einsatzes der Saalfeldener Bergretter.