120.000 Autos überqueren die marode Brücke täglich: Vollsperrung der A1-Rheinbrücke wegen Sanierung
Mitten in den Ferien wird eine der wichtigsten Verkehrsadern Deutschlands komplett gesperrt. Was jahrzehntelang aufgeschoben wurde, müssen die Autofahrer jetzt ausbaden. Die A1-Rheinbrücke ist so marode, dass schwere LKWs schon seit zwei Jahren gar nicht mehr darüber fahren dürfen. Trotzdem überqueren 120.000 Fahrzeuge täglich die kaputte Verkehrsverbindung. Ihr Zustand hat sich mittlerweile jedoch so verschlechtert, dass sich Risse in der Verankerung bilden. Deshalb hat die Politik jetzt zum letzten Mittel gegriffen: Vollsperrung in der Ferienzeit. Doch zu allem Übel ist die marode Brücke auf der A1 bei dem Thema Sanierungsstau schon lange kein Einzelfall mehr. Von 60.000 Brücken ist allein die Hälfte in einem miserablen Zustand oder muss sogar abgerissen werden. Der Bund sieht dieses Problem mittlerweile auch und will den aufgeschobenen Sanierungsbedarf mit Milliardeninvestitionen nach und nach aufholen. Was die Folgen der unzähligen Baustellen jedoch für die Autofahrer bedeutet, ist klar: Die Deutschen müssen weiterhin ständig im Stau stehen. Der ADAC hat dazu jetzt eine gigantische Zahl errechnet. Würde man alle Staus des Jahres 2015 aneinander reihen, käme man auf eine Gesamtlänge von unfassbaren 1,1 Millionen Kilometern. Damit würde die Autoschlange 28 Mal um die Erde reichen. Noch unglaublicher: Nach der Reparatur wir die Rheinbrücke in Leverkusen bald abgerissen, denn im Jahr 2017 beginnt dort der Bau einer ganz neuen Brücke. Hätte man damit rechtzeitig begonnen, wären den Autofahrern nicht nur viele Stunden Stau, sondern auch den Steuerzahlern Millionen-Ausgaben erspart geblieben.















