Der Vollschutz-Anzug macht den Ernst der Lage am Hamburger Hauptbahnhof deutlich. Im Zug waren zwei Reisende, die gefährlich ansteckend sein könnten.
"Eine Frau und ein Mann haben auf der Zugfahrt vom Flughafen Frankfurt nach Hamburg über Grippeähnliche Symptome geklagt. Es besteht der Verdacht, dass sich der Mann vor wenigen Tagen in Ruanda mit dem Marburg-Virus angesteckt haben könnte."
Es soll sich laut Bild-Informationen um einen deutschen Medizin-Studenten handeln. Die Behörden halten sich bedeckt und teilen nur mit:
"Das Gesundheitsamt hat beim Bezirksamt eine Personenfestsetzung am Hamburger Hauptbahnhof veranlasst."
Die beiden Reisenden werden in ein Hamburger Krankenhaus gebracht.
Das Marburg-Virus ist in den 60ern das erste Mal in Marburg nachgewiesen worden. Laborangestellte hatten sich damals bei importierten Versuchsaffen infiziert. Deswegen heißt das Virus so.
Im Ruanda wird es gerade zur immer größeren Gefahr. Es gibt weder eine Behandlung, noch einen Impfstoff.
"Wir haben bis jetzt 20 Fälle und sechs Todesfälle bestätigt, die auf das Marburg-Virus zurückzuführen sind. Während wir hier sprechen, tut sich in Sachen Kontaktverfolgung einiges."
Und möglicherweise führen die Kontakte jetzt auch nach Deutschland.