Zitternd vor Kälte sitzt ein Bergsteiger verletzt in der Todeszone am Mount Everest. Es sind Bilder, die um die Welt gingen. Sherpa Gelje findet den verletzten Ravichandran Tharumalingam, wickelt ihn in eine Isomatte und schleppt ihn unglaubliche 6 Stunden auf dem Rücken zurück in ein Lager, wo dem Malaien geholfen wird.
Gelje Sherpa, Lebensretter
„Er musste auf dem Rücken getragen werden, ziehen war unmöglich. Es war sehr schwierig.“
In der Todeszone herrschen bis zu 30 Grad Minus. Wer sich da verletzt, hat kaum Überlebenschancen. Doch wer jetzt Dankbarkeit des Geretteten vermutet – Fehlanzeige. Sein erster Post gilt seinen Sponsoren.
„Ich hatte die beste Sherpa Unterstützung von 14th Peaks Expedition und sie mobilisieren ihr Rettungsteam sehr schnell, wenn sie wissen, dass ich in Schwierigkeiten bin. Die Sherpas wechseln sich ab und tragen mich sehr schnell hinunter. Eines der besten Sherpa-Teams, mit denen ich in den letzten zehn Jahren gearbeitet habe. Danke Jungs, ich hoffe wir sehen uns bald wieder.
Sein Lebensretter wird nicht mal erwähnt. Die Kommentare lassen nicht lange auf sich warten:
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„Gelje hat Ihr Leben gerettet. (…) Geben Sie ihm die Anerkennung, die ihm gebührt.“
„Der ganze Dank gebührt Sherpa Gelje und seinem Klienten, die Ihnen das Leben gerettet haben, (…) indem sie Sie allein zum Lager 4 trugen, wo sie schließlich Hilfe erhielten. Ihr Dank sollten für ihn sein.“
„Was für ein Witz! Ein Mann trägt dich sechs Stunden lang auf seinem Rücken auf dem Gipfel der Welt, um dein Leben zu retten, weil du es vermasselt hast, und du kannst dem Mann nicht öffentlich danken! Du bist wirklich das Letzte.“
Erst zwei Wochen später erwähnt er seinen Lebensretter namentlich, aber auch nur am Rande. 13 Tote gab es in diesem Jahr schon am Mount Everest. Ravichandran wäre ohne Geljens Hilfe wahrscheinlich Nummer 14 geworden. Das mindeste was man da erwarten kann, ist Dankbarkeit.