Patrizia G. hat es satt. Seit sie klein ist, hat Frank sie sexuell missbraucht. Jetzt soll er dafür büßen. Zu lange hat die 25-Jährige das falsche Verhalten ihres leiblichen Vaters für sich behalten.
Patrizia G., Missbrauchsopfer
„Ich habe das meistens dann ganz weit hinten in meinem Kopf gelassen und einfach verdrängt. Ich war auch vom Wesen her ganz anders. Bevor ich zu meinem Papa gefahren bin, hatte ich vorher immer voll die gute Laune und wo ich dann wiederkam, war ich ganz anders, so zurückgezogen und war nur an meinem Handy. Hatte nie Lust auf irgendwas.“
Während ihre Mutter unterwegs war oder schlief, musste Patrizia High Heels und Netzstrumpfhosen anziehen, für ihren Vater posieren, während er sich selbst befriedigte.
Patrizia G., Missbrauchsopfer
„Da war ich ja noch zu klein. Das kam mir da ja noch alles normal vor. Da habe ich das regelmäßiger gemacht. Wo ich dann älter wurde, habe ich das nicht mehr so oft gemacht, weil ich mich dann geschämt habe und das nicht mehr wollte.“
Der Angeklagte hat nichts zugegeben, alles sei erfunden. Das Gericht hat den Missbrauch als jahrelanges Ritual anerkannt. Allerdings liegen die Taten zu weit zurück, vorbestraft ist er nicht. Frank bekommt ein Jahr und zwei Monate auf Bewährung.
Patrizia G., Missbrauchsopfer
„Er hat seine Strafe gekriegt. Klar, wäre besser gewesen, wenn er eine heftigere Strafe gekriegt hätte. Aber kann man jetzt halt nicht ändern. Ich bin jetzt einfach froh, dass das jetzt alles vorbei ist und ich das jetzt alles abschließen darf und kann.“
Für Patrizia existiert ihr Vater nicht mehr. Sie möchte mit ihm nichts mehr zu tun haben. Die junge Frau geht jetzt in Therapie und möchte sich nur noch auf ihren Sohn konzentrieren.