Es ist die Nacht zum 03.10. 2022. Die Studentin Hanna W. geht mit Freunden in der Diskothek "Eiskeller" feiern. Gegen 2:30 macht sie sich auf den Heimweg - allein. Vom Eiskeller ist es nur etwa 1 Kilometer bis zu Hannas Elternhaus in Aschau im Chiemgau. Aber dort kommt sie nie an.Nachmittags wird Hannas Leiche dann in diesem Fluss gefunden. Anschließend befragt die Polizei hunderte Zeugen.
Stefan Sonntag, Polizei Oberbayern Süd: "Und durch eine dieser Zeugenaussagen geriet der junge Mann in den Fokus der SOKO und daraus ergab sich eben ein dringender Tatverdacht. "
Sechs Wochen nach Hannas Tod wird Sebastian T. festgenommen, kommt in U-Haft. Er war in der Nacht von Hannas Tod in der Nähe des Eiskellers Joggen - die Vermutung: Sebastian T habe Hanna aus sexuellen Motiven angegriffen, schwer verletzt und ins Wasser geworfen.
Seit Oktober vergangenen Jahres läuft der Prozess gegen den heute 22-Jährigen. Wegen Mordes. Der Angeklagte schweigt im Prozess. Aber die Ermittler berichten: Der junge Mann habe in der Zeit vor der Tat fast ausschließlich gewalttätige Pornos angesehen.
Walter Hölderle, Anwalt der Nebenklage: "Alles, was der im Internet macht, sind 97 % davon sind pornografische Inhalte. Da, glaube ich, lässt sich tief blicken."
DAS mache ihren Mandanten aber längst nicht schuldig... sagt Sebastian T's Anwältin, die den Fall erst nachträglich übernommen hat.
Regina Rick: "Es gibt keine DNA-Spur, es gibt keine Blutspur, keinen einzigen objektiven Beweis für seine Täterschaft, ich denke, dass es ein Unfall war."
HEUTE soll das Urteil fallen. Nachdem der Prozess sich deutlich länger hingezogen hatte als erwartet.