Luftalarm in Kiew am Abend. Und während die Menschen Schutz in der U-Bahn suchen, sind sie verständlicherweise skeptisch, was einen Waffenstillstand betrifft.
Andrii Dubina, Anwohner aus Kiew: "Die russischen Imperialisten wollen uns nicht in Frieden leben lassen, weil sie unser Existenzrecht nicht anerkennen, also sind wir gezwungen zu kämpfen.“
30 Tage keine Angriffe auf die ukrainische Energieversorgung, mehr hat Putin nicht angeboten. Da der Winter aber vorbei ist, sind diese Angriffe gar nicht mehr so verheerend für die Ukraine. Zudem finden sie auch nicht so oft statt, dass eine 30-tägige Pause einen großen Unterschied machen würde. Viel wichtiger für Russland ist dagegen, dass nun auch die Ukraine keine russischen Öldepots mehr angreifen darf. Der US-Präsident aber verkauft die Vereinbarung als Erfolg und übernimmt die russische Darstellung.
Donald Trump, US-Präsident:"Russland hat den Vorteil, dass es, wie Sie wissen, etwa 2.500 Soldaten eingekesselt hat. Sie sind gut eingekesselt, und das ist nicht gut."
Die Ukraine dementiert das. Zudem glaubt Kiew, dass Putin ganz andere Ziele hat.
Wolodymyr Selenskyj, Präsident Ukraine: „Putin will ein paar offensive Operationen durchführen. Genau wie wir es vorher gesagt haben: die Offensive im Osten fortsetzen, aber auch Richtung Saporischschja, Sumy und Charkiw."
Und dennoch: Das Gespräch zwischen Trump und Putin sein ein wichtiger erster Schritt, sind sich Bundeskanzler Scholz und Frankreichs Präsident Macron bei einem Treffen in Berlin einig.