Ein Lichtermeer am Abend auf den Grazer Hauptplatz. Hunderte Menschen sind gekommen, um gemeinsam zu trauern:
"Die Gefühle können nicht ausgesprochen werden. Ich find keine Worte mehr."
"Ich glaub, das dauert dann noch bis alles verarbeitet wird."
17 Minuten lang dauerte der Albtraum in der Schule. Ein Horror auch für viele der Eltern:
"Mein Sohn hat mich heute angerufen, dass er gerade in der Schule ist und am Hals angeschossen wurde und er glaubt, er stirbt jetzt...
Ich hab kein Zeitgefühl mehr, aber es ist jetzt zwei Stunden später, dass er noch lebt."
Zehn andere haben nicht überlebt, zehn weitere sind teils schwer verletzt. Bundeskanzler Stocker spricht von einem dunklen Tag:
Christian Stocker, Bundeskanzler Österreich: "Es gibt keine Worte, um den Schmerz, die Fassungslosigkeit und die Trauer auszudrücken, die ganz Österreich empfinden."
Der Attentäter, ein 21-jähriger Österreicher, ist selbst hier früher zur Schule gegangen. Mit zwei Waffen ist er jetzt zurückgekehrt:
Gerald Ortner, Polizei Graz: "Die Waffen hat er, nach unserem derzeitigen Kenntnisstand, legal besessen. Das heißt, er hatte eine Waffenbesitzkarte."
Dafür muss man mindestens 18 sein und in Österreich wohnen. Dazu kommen eine theoretische und praktische Schulung und ein psychologischer Test. Alles hat der Täter von Graz bestanden - seinen Schulabschluss jedoch nicht, dort wo er gestern so viele Menschen erschoss.