Statt fröhlicher Musik hört man in diesem Zirkus plötzlich nur noch lautes Knurren – und Peitschenknallen.
Am 23. Dezember gehen bei der Vorstellung eines Weihnachtszirkus plötzlich einige Löwen aufeinander los. Die Raubkatzen springen gegen den Käfig, der sie von den Zuschauern, darunter viele Kinder, trennt. Einige Besucher fliehen. Der Trainer schreit und wirft sogar mit Stühlen nach den Löwen.
Der italienische Politiker Francesco Emilio Borrelli teilt die Aufnahmen auf Instagram und schreibt dazu:
„Die Quälerei dieser prächtigen Tiere ist nicht länger hinnehmbar. Löwen und Tiger sollten niemals ein ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen oder als Objekte ausgestellt werden, zwischen Sprüngen und Peitschenhieben zur Belustigung eines Publikums, das nicht in der Lage ist, die Vollendung einer noch nie dagewesenen Bosheit zu erkennen.“
Der Zirkus will die Vorwürfe der Tierquälerei aber nicht auf sich sitzen lassen und veröffentlicht ebenfalls ein Video. Darin erklärt der Trainer, dass es wohl zu einem Rivalitätskampf zweier Männchen um eine läufige Löwin gekommen ist.
„Leider sind das Dinge, die passieren, wie es auch in der Natur passiert, dass Männchen sich sogar gegenseitig schlagen, wie es gestern während der Show aus Eifersucht auf ein läufiges Weibchen passiert ist.“
Den Tieren gehe es gut und auch er sei unverletzt, so der Trainer weiter. Tierschützern reicht diese Erklärung aber nicht – sie haben zu einer Demonstration am Freitag, 27. Dezember, vor dem Zirkus aufgerufen.