Am Tag nach der Katastrophe treiben Stühle und Trümmerteile im Wasser. Das Bootswrack liegt in 15 Metern Tiefe auf dem Grund des Lago Maggiore, etwa 150 Meter vom Ufer entfernt. 23 Gäste und das Eigentümer-Paar waren Sonntagabend an Bord, als das Schiff am südlichen Ende des Sees nahe Lisanza kenterte:
Anna Hohns, RTL-Reporterin in Lisanza, Italien:
"Einige Passagiere hatten wohl noch genug Kraft sich selbst zu retten. Sie sind durch das nur 17 Grad kalte Wasser des Lago Maggiore an Land geschwommen. Fünf von ihnen sind im Anschluss in umliegende Krankenhäuser gebracht worden."
Helfer bergen die Leichen von drei Touristen aus Italien und Israel, auch die Frau des Bootsbesitzers ist tot. Offenbar hatte eine starke Windböe das Boot erfasst:
Bernd Fuchs, RTL-Wetterexperte:
"Der Lago Maggiore liegt ja inmitten in den südlichen Alpen. Gewitter waren ja vorhergesagt. Aber punktuell genau zu bestimmen ist so gut wie unmöglich. Aber bei so einem Gewitter entstehen ganz normale teils drastische Fallwinde, die Tempo 150/180 Stundenkilometer erreichen und ein Boot zum kentern bringen können."
Jetzt ermittelt die Polizei, warum das Boot überhaupt auf dem See war. Denn es soll vorher eine Sturmwarnung gegeben haben.