Ortsmarke: En Bobek, Israel
Endlich frei! Die zunächst für tot gehaltene neunjährige Emily ist von der Hamas freigelassen worden. Ihr Vater Thomas schloss sie nach 50 Tagen Geiselhaft glücklich in seine Arme. Das Mädchen wurde aus dem Kibbuz Be’er verschleppt, wo sie bei einer Freundin übernachtet hatte. Zusammen mit zwölf weiteren Geiseln wurde sie aus dem Gazastreifen zurück nach Israel gebracht. Emilys Vater hatte kurz nach dem Überfall unter Tränen vom Tod seiner Tochter berichtet
OT Thomas Hand
„Sie sagten: 'Wir haben Emily gefunden. Sie ist tot.' Und ich sagte nur: 'Ja!' Ich sagte 'Ja' und lächelte. Denn das war die beste Option für sie, die ich mir ausmalen konnte. Entweder sie wäre in Gaza gewesen oder schon tot. Wenn man weiß, was den Menschen in Gaza angetan wird. Das ist schlimmer als der Tod, schlimmer als der Tod.“
Der Kibbuz-Vorsitzende Amit Solve hatte diese falsche Information weitergegeben
OT Amit Solve, Kibbuz-Vorsteher
„Emily Hand ist ein Abschluss für mich, weil ich leider derjenige war, der ihrem Vater gesagt hat, dass sie ermordet aufgefunden wurde. Und eine Woche später war ich es, der ihrem Vater sagte, dass sie wahrscheinlich gefangen genommen wurde. Es ist also eine Art Erleichterung für mich, dass sie noch am Leben ist, dass sie hier ist, dass sie bei uns ist. Ich muss ihren Vater umarmen und wieder sagen, dass es mir leid tut.“
In der Geiselhaft wurde Emily neun Jahre alt. Ihre Familie will jetzt mit ihr die größte überhauptmögliche Geburtstagsfete feiern.