"Würdest du lieber im Wald mit einem Mann oder einem Bären sein?"
Auf TikTok, aber auch hier in dieser Fußgängerzone, ist für die meisten Frauen die Antwort eindeutig:
"Dem Bären."
"Ich würde mich ziemlich sicher für den Bären entscheiden, ja."
Denn die meisten Frauen fühlen sich insbesondere Nachts und alleine unsicher, halten den Schlüssel zwischen den Fingern, haben Pfefferspray in der ihrer Handtasche und nehmen ihre Kopfhörer lieber raus, um hellhörig zu sein.
Ja, geschlechtsspezifische Gewalt ist Teil unserer Realität:
"Es gibt verschiedene Umfragen die zeigen, dass jede zweite Frau mindestens einmal sexuell belästigt und das in Deutschland mindestens jede dritte Frau Opfer physischer, aber auch körperlicher sexueller Gewalt ist."
2023 sind allein in Deutschland rund 12.200 Vergewaltigungen, sexuelle Nötigungen und sexuelle Übergriffe polizeilich erfasst worden. Zahlen, die bestätigen warum Frauen, den Bären vorziehen. Aber natürlich sind
"Nicht alle Männer sind eine Bestie und nicht alle Männer begehen sexuelle Straftaten."
Das ist natürlich auch uns Frauen klar. Doch viele Männer fühlen sich auf TikTok durch die Bären-Debatte angegriffen:
"Ich glaube, dass Männer gar nicht wissen wie man sich als Frau fühlt, wenn man nachts allein durch die Straßen läufts."
"Ist ja klar, dass wir versuchen mit Geschlechterrollen irgendwie aufzuräumen, deshalb finde ich schade, dass sich manche da angegriffen fühlen statt als Chance den Frauen im Umfeld vielleicht besser beizustehen."
Und genau darum geht es. Um Aufklärung, mehr Aufmerksamkeit und mehr Schutz für Frauen. Denn dann wird die Mann-Bär-Frage künftig auch andersherum beantwortet. Und das wäre nicht nur für die Frauen dieser Welt lebensverändernd, sondern sicher auch im Sinne der meisten Männer.