Flugzeuge, die nicht abheben, Müllberge, die sich türmen. Was es heißt, wenn der öffentliche Dienst nicht mehr funktioniert, haben wir die letzten Wochen alle gespürt.
„Ich bin heute ein bisschen sauer, ich habe ein Vorstellungsgespräch, aber keine Bahn ist da.“
„Also es kann nicht sein, dass wegen jedem Mist gestreikt wird.
Und zumindest Montagnachmittag sah es kurz nach einem Ende des Tarifstreits im öffentlichen Dienst aus. Die Arbeitgeber-Seite hatte angeboten:
- 5,5 Prozent mehr Lohn
- ein höheres 13. Monatsgehalt
- höhere Zulagen für den Schichtdienst
und
- ein Arbeitszeitmodell, das Bonuszahlungen in freie Tage umwandelt
Zu wenig, für die Gewerkschaften, die acht Prozent mehr Lohn wollen:
Volker Geyer, dbb_ "Uns fehlen heute schon 570.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst Und darauf kann nicht die Antwort sein. Kasse leer."
Doch genau das ist die Frage, die Bund und Kommunen beschäftigt. Wer soll das bezahlen?
Nancy Faeser (SPD), Bundesinnenministerin: "Wenn man Geld einsetzt öffentliches Geld, dann fehlt es auch an anderer Stelle. Man muss auch immer überlegen, was hat das dann für Folgen. Wenn dadurch Gebühren und Steuern erhöht werden müssen, trifft es die Menschen ja auch."
Der letzte Lösungsversuch, eine Schlichtung: Vertreter beider Seiten werden mit einem unabhängigen Vorsitzenden verhandeln. Das kann zwei Wochen dauern. Vielleicht das Beste daran: Während dieser Zeit darf NICHT gestreikt werden.