"Der Unfallflüchtige ist jetzt, wenn alle Angaben stimmen, der Polizei bekannt."
Michael Hahnke kann es wohl selbst kaum glauben, dass er diesen Erfolg auf Facebook posten kann. Wochenlang hatte er mit diesem Video im Netz nach ihm gesucht. Jetzt das: "Er hat mich gestern persönlich angeschrieben"
27. Mai. 7:29 Uhr. A57 bei Köln-Bickendorf. Ein Auto fährt auf den Peugeot von Michael Hahnke und seinem Sohn auf.
"Im ersten Moment hatte ich schon ein bisschen Angst als der Einschlag kam. Dann ging aber alles schnell. Da hat man nur noch reagiert. Man hat einfach nur da gesessen."
Das Auto ein Totalschaden. Vater und Sohn kommen schwer verletzt ins Krankenhaus. Beide haben mehrere Knochenbrüche. Der Unfallfahrer ist da schon über alle Berge.
"Ich war stinksauer gewesen. So etwas geht gar nicht. Es kann ja mal passieren, dass einer hinten reinfährt oder dass irgendwas passiert, aber man kann sich schon der Verantwortung stellen und stehen bleiben."
Die Polizei sucht nach dem Raser. Ohne Erfolg. Denn das Nummernschild ist nicht zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen vorläufig ein. Mit dem Video der Vekehrsüberwachung sucht der 55-Jährige selbst im Netz nach dem Täter. Und es hat sich gelohnt:
"Ich bin euch allen unendlich dankbar. Durch Eure Hinweise und auch Zeugen wird die Staatsanwaltschaft das Verfahren wohl wieder aufnehmen"
Außerdem bekommt Michael Hahnke endlich eine Antwort auf die quälende Frage, warum der Raser abgehauen ist. Nach einem Unfall, der ihm und seinem Sohn das Leben hätte kosten können.