Der Schmerz vergeht nie!
Als Susan Sideropoulos 16 Jahre ist, stirbt ihre Mutter Edna mit 46 Jahren an Brustkrebs. 2024 muss sich die Schauspielerin von ihrem Papa Pierro (†77) verabschieden. Ein Verlust, der ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. Aber Susan ist klar, dass sie sich ihrer Trauer stellen muss. Dadurch lernte der GZSZ-Star, das Glück noch intensiver wahrzunehmen. Denn beides, „Licht & Schatten” – so heißt ihr neues Buch – existiert ihrer Meinung nach immer gleichzeitig.
Wir treffen Susan Sideropoulos bei der Buch-Präsentation in Berlin. In „Licht &Schatten – Das Geschenk der Gleichzeitigkeit“ (erscheint am 25.6. im Next Level Verlag) nimmt sie die Leser mit auf eine ganz persönliche Reise. Nach dem Verlust ihres geliebten Papas hat sich die 44-Jährige erstmals intensiv mit ihrer Trauer auseinandergesetzt, was sie als Teenie beim Verlust der Mama noch nicht konnte. Ihre wichtigste Erkenntnis: Man kann gleichzeitig glücklich und traurig sein.
„Das hat mir dabei geholfen, dass Trauer überhaupt in meinem Leben stattfinden darf, weil das einfach parallel passiert. Und umso mehr Raum ich dem gebe, umso mehr kann ich auch glücklich sein. Weil unterdrücken ist wahnsinnig anstrengend und das habe ich viele Jahre gemacht. Und in dem Moment, wo ich gemerkt habe, ich muss das gar nicht unterdrücken, das darf genauso zu meinem Leben gehören wie Freude, ist es einfacher geworden”, erklärt Susan im RTL-Interview. Denn das eine Gefühl gehe nicht ohne das andere. Und weiter: „Wir sollten auch an Schattentagen immer wieder Glücksmomente leben.” Das Leben sei eine riesengroße Tuschkastenplalette und man dürfe es ruhig bunt anmalen, so Susan.
Die schweren Schicksalsschläge haben die Ex-GZSZ-Schauspielerin für immer geprägt. „Ich habe die Trauer noch nicht überwunden. Wahrscheinlich werde ich sie auch nie überwinden. Ich weiß das aus dem Grund, dass ich ja meine Mama schon sehr, sehr früh verloren habe. Das ist jetzt schon fast 30 Jahre her und am Ende des Tages habe ich natürlich immer noch nicht überwunden. Das ist ein Zustand, den ich immer nenne. Es wird nicht besser, es wird einfach anders. Und anders ist aber auch gut. Und so ist das Leben und Verlust gehört dazu. Schattentage gehören dazu. Herausforderungen gehören dazu”, schildert Susan.