Sarah Richter muss besonders gut auf ihre Haut aufpassen. Vor acht Jahren erhält sie die Diagnose schwarzer Hautkrebs, der unbehandelt zum Tod führen kann.
Richter: „Der Ursprungs-Tumor ist mir selber aufgefallen im Spiegel. Der befand sich am Rücken und ich dachte mir so, der sieht ein bisschen merkwürdig aus. Ich lass das mal überprüfen.“
Im Uniklinikum Dresden wird der bösartige Tumor entfernt, seitdem lässt die 35jährige ihre Haut einmal im Jahr überprüfen. Heute lässt sie sich ein besonderes Untersuchungs-Gerät zeigen.
Dr. Sarah Hobelsberger, Fachärztin für Dermatologie: „Also, das ist unsere Ganzkörperfotografie. Das sind 92 Kameras. Diese Kameras, die machen Bilder aus verschiedenen Winkeln. Das heißt, der ganze Körper wird in 3D gemonitort damit.“
Normalerweise sind die Patienten natürlich nackt oder tragen nur eine Unterhose. In nur einer Sekunde erfasst der 3D-Scanner den ganzen Körper. Eine Untersuchung inklusive zusätzlichem Hautcheck durch den Hautarzt kostet 150 Euro und wird derzeit nur von privaten Krankenkassen übernommen. Die Aufnahmen werden regelmäßig gemacht und miteinander verglichen.
Sarah Hobelsberger, Fachärztin für Dermatologie: „Das heißt, ich kann dann im Nachhinein sagen, ob irgendwas verdächtig geworden ist im Verlauf. Es ist nämlich so, dass beim normalen Hautcheck das der Hautarzt nicht leisten kann und auch die Patienten, wenn die sehr, sehr viele Muttermale, zum Beispiel 100 Muttermale, 200 Muttermale haben, sich das nicht merken können.“
So wie bei diesem Mann. Alle aufgenommenen Flecken der ersten Untersuchung werden in der linken Spalte, die der zweiten Untersuchung in der mittleren Spalte angezeigt.
Sarah Hobelsberger, Fachärztin für Dermatologie: “Und hier ist der Vergleich. Das heißt in diesem Fall, also bei diesem Muttermal, ist es so, dass das im Vergleich deutlich dunkler geworden ist.“
Diesen veränderten Fleck nehmen die Hautärzte dann nochmal genau unter die Lupe.
Sarah Hobelsberger, Fachärztin für Dermatologie: „Und das ist dann auch so, dass wir tatsächlich, nachdem wir das bemerkt haben durch die Ganzkörperfotographie haben wir das entfernt.“
Und je früher schwarzer Hautkrebs erkannt und entfernt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Verdächtige Flecken untersucht Sarah Hobelsberger mit diesem Lasermikroskop, mit dem man bis zu 0,3 Millimeter tief in die Haut schauen kann. In vielen Fällen kann dadurch eine Gewebeentnahme vermieden werden.
Sarah Hobelsberger: „Wenn man sich nicht ganz sicher ist, kann man sofort sagen okay, das muss raus, das gefällt mir nicht oder das ist in Ordnung.“
Bei Sarah Richter ist alles im grünen Bereich. In ein paar Wochen kommt sie erneut hier her. Dann steht nach dem heutigen Probelauf die richtige Untersuchung mit dem Ganzkörperscanner an.