Dreimal täglich besucht Stute Steffi den Melkstand. Jedes Melken ergibt ein bis zwei Liter Stutenmilch. Die genaue Menge ist von Futter, Jahreszeit und Genetik abhängig, aber auch davon, wie weit die Geburt des Fohlens zurückliegt.
„Die Stute hat keine Schmerzen dabei. Das Fohlen saugt ja auch daran. Wir reißen ja auch nicht an dem Euter. Das ist eine ausgeklügelte Technik, wie eben bei der Kuh auch.“
Dem Fohlen gehe durch das Melken nichts verloren.
„Man muss sich das so vorstellen, als wenn eine Mutter Zwillinge hat. Es wird einfach mehr produziert“
Nach dem Melken wird die frische Milch gesiebt, verpackt und kommt in den Schockfroster – damit sich keine Keime bilden. Stutenmilch ist auf dem Markt noch nicht weit verbreitet. Es gibt auch Kritik von Tierschützern.
„Man sagt den Stutenmilch Erzeugern ja immer nach sie behandeln ihre Pferde schlecht, die werden nur ausgebeutet. Die Fohlen werden produziert, um zum Schlachter geschickt zu werden. Wir stecken schon sehr, sehr viel Zeit in unsere Tiere und da hängt auch sehr viel Herzblut dran.“
Die Stuten und ihre Fohlen werden nur für die Dauer des Melkens getrennt. Danach geht es gemeinsam wieder auf die Koppel – zum toben und schmusen.