Der Verstoß des Monats geht an diesen Autofahrer. Eine ziemlich unrühmliche Trophäe, die die Stadt Dresden da verleiht.
Wer gerade mit 100 in der dreißiger Zone unterwegs ist, der gefährdet einfach auch andere Leute.
Ja, dieser Autofahrer rast mit fast 70 Sachen zu viel durch diese gemerkt verkehrsberuhigte Zone. Und das Beweisfoto landet nicht nur in seinem Briefkasten, sondern auch auf der Facebookseite der Stadt. Natürlich anonym. Eine ungewöhnliche Maßnahme, zu der die Stadt aber jetzt regelmäßig greifen will.
Vielen Leuten ist einfach gar nicht bewusst, welche Gefahr von überhöhter Geschwindigkeit gerade vor Schulen oder in engen Wohngebieten ausgeht. Und mit so einem Post können wir auch einfach mal die Hintergründe erklären, warum zum Beispiel eine dreißiger Zone eingerichtet worden ist.
Aber was sagen eigentlich die Autofahrer auf Dresdens Straßen dazu? Schreckt diese Anprangerung wirklich ab?
Ist natürlich unangenehm, wenn man das wird und vielleicht bringt das den einen oder anderen dazu, dann doch mal runter zu fahren.
Es kann natürlich sein, dass Leute, die da Wert drauf legen, dass das eher animiert, dass man sich da auch mal findet. Ich hoffe nicht, dass das anstachelt. Ich denke schon, dass es manchmal die Augen sogar noch öffnen kann.
Wir sprechen mit einem Verkehrsexperten, der uns erklärt Zu schnelles Fahren ist auf unseren Straßen immer noch der häufigste Grund für tödliche Unfälle. Posts wie diese können helfen, dafür zu sensibilisieren. Um Raser dauerhaft auszubremsen, braucht es in seinen Augen aber mehr.
Und da brauchen wir dazu einen passenden Bußgeldkatalog, der tatsächlich dieses Übertreten endlich zu einer Strafe macht, wie es zum Beispiel die Schweizer, die Niederländer oder viele andere Nachbarstaaten machen. Also wir brauchen deutlich höhere Strafen, also eine Verdopplung der bisherigen Bußgelder.
Der Raser aus Dresden muss für sein Fahrverhalten 1.400 € blechen. Der Führerschein ist erst mal für drei Monate weg. Und es gibt zwei Punkte in Flensburg, denn das macht die Stadt mit ihrem Post deutlich. Diese hohe Geschwindigkeit hätte schlimme Folgen haben können.