Wie viel Steuern an den Staat gehen - vielen ist das gar nicht bewusst:
"40 Prozent", schätzt ein Passant, "25 Prozent", glaubt eine Passantin. "30 Prozent, also so ein Drittel", vermutet eine andere.
Es sind sogar 52,6 Prozent des Einkommens, die ein durchschnittlicher Arbeitnehmer-Haushalt an den Staat zahlen muss. Oder anders ausgedrückt: Rein rechnerisch arbeiten wir erst ab Mitte des Monats fürs eigene Portmonee.
"Wir haben eine zu hohe Belastung nicht nur bei den Steuern, sondern auch bei den Sozialabgaben. Hier stehen sicherlich auch Leistungen gegenüber. Aber der Staat muss effizienter werden", sagt Reiner Holznagel vom Bund der Steuerzahler.
Während für die meisten im Schnitt weniger als die Hälfte übrig bleibt, könnten ausländische Fachkräfte bald weniger Steuern zahlen: Um dringend benötigte Arbeitskräfte nach Deutschland zu locken, plant die Ampel-Regierung einen Rabatt auf den Bruttolohn: von 30 Prozent in ersten bis 10 Prozent im dritten Arbeitsjahr. So manchen fleißigen Steuerzahlern ärgert das:
"Ich glaube, das wäre dann auch relativ unfair", sagt eine Passantin. "Ich finde, man sollte das in Deutschland selber mehr fördern und vielleicht allen Leuten dann Steuerermäßigung geben", sagt ein Passant.
So sieht das unter anderem auch die Union: Anstatt für einzelne Gruppen, müssten die Steuern für alle runter. Darüber würde sich wohl auch der Bund der Steuerzahler freuen - besonders heute, am Steuerzahlergedenktag.