Die Firma Wätas in Sachsen: Hier werden Wärmetauscher für Kunden produziert. Und das läuft extrem gut. Ihren Standort in Ostdeutschland sieht der Forschungsleiter Florian Enders als Vorteil: "Es ist eben nicht überteuert. Es gibt hier mehr Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Man hat Optionen, sich Eigentum zu schaffen, was natürlich nicht im Westen geht. Und so haben wir durchaus die Möglichkeit, auch junge Fachkräfte hier wieder zu binden."
Insgesamt steht es gut um den Arbeitsmarkt im Osten. 2005 betrug die Arbeitslosigkeit dort noch fast 19 Prozent. Im letzten Jahr ist sie auf 7,2 Prozent gesunken. Zum Vergleich: In Westdeutschland beträgt sie 5,3 Prozent.
Ein weiterer Pluspunkt im Osten: Durch bessere Betreuungsangebote von unter 3-Jährigen können auch Mütter mit kleinen Kindern mehr arbeiten. "Außerdem ist es gelungen, dass mehr Frauen in komplexen Tätigkeiten beschäftigt sind, also gerade was SpezialistInnen-Tätigkeiten angeht, was Expertinnen-Tätigkeiten angeht, die hohe Anforderungen an die Arbeitsplätze stellen. Da ist der Frauenanteil in Ostdeutschland deutlich höher als in Westdeutschland", sagt Eric Thode von der Bertelsmann Stiftung.
Doch nicht alles ist rosig im Osten. Stichwort: Bezahlung. "Die liegt weiterhin deutlich hinter der Entlohnung in Westdeutschland. Der Unterschied beträgt in etwa 16 Prozent, was also schon relativ erheblich ist", sagt Thode
Ein Unterschied, den auch die Menschen hier im sächsischen Obernhau bemängeln. Die Firma Wätas blickt trotzdem optimistisch in ihre Zukunft im Osten: Sie will ihre Produktion hier sogar noch erweitern.