Es geht heiß her in unserem Pfannentest
Schüler: “Das riecht jetzt schon nach verschmortem Plastik.”
Und dabei bleiben auch Pfannen auf der Strecke.
Familie: “Das war meine Lieblingspfanne gewesen.”
Familie Kraus aus Düsseldorf kocht gerne und viel.
Mann: "Mal schnell ein Ei abends gemacht - zack in die Spülmaschine. Manchmal zweimal am Tag in der Spülmaschine"
Das geht nicht spurlos an der Beschichtung vorbei. Gemeinsam mit Profi Koch Frank Schüler begutachten Nina und Dominik heute ihre vier Teflonpfannen, die etwa drei Jahre alt sind.
Frau: "Ich würde gerne wissen, ob Pfannen noch tauglich sind - oder gesundheitsgefährdend. Uns ist aufgefallen, dass sich die Beschichtung löst."
Ob es Zeit ist, für neue Pfannen, testen die drei ganz einfach mit einem ordentlichen Schuss Kuhmilch. Wie genau das funktioniert, gleich.
Vorher checken wir, auf was man beim Kauf einer guten Pfanne überhaupt achten muss.
Profi Koch Frank Schüler schaut sich sechs Pfannen genauer an - darunter eine Edelstahlpfanne, eine gusseiserne, eine Keramikpfanne und unterschiedlich teure Teflonpfannen.
Unser Experte checkt zuerst den Griff der Pfannen.
1. KATEGORIE: DER GRIFF
Bei der günstigsten Teflonpfanne für 12,99 fällt ihm der eher billige Kunststoff-Griff auf.
Koch: "Bei meinem Herd würde der irgendwann verbrennen durch die Hitze. was bei Induktion wahrscheinlich nicht der Fall ist."
Die Edelstahl Pfanne für 35 Euro hat dagegen einen hitzebeständigen Griff.
Koch: "was bei der Pfanne schön ist,.. wenn man Fleisch darin anbrät - man braucht keine Angst haben, dass Griff verkohlt, verformt."
Genauso ist es bei der 38 Euro teuren Eisenpfanne - das Material ist robust, hat aber einen Nachteil:
Koch: "Der Griff hat auch ein Gewicht. Pfanne auch."
Ob leichter oder schwerer Griff - das ist Geschmackssache. Wer mit Gas kocht, sollte sich aber auf jeden Fall für einen hitzebeständigen Griff entscheiden.
Zweite Test-Kategorie: Die Beschichtung
2. KATEGORIE: DIE BESCHICHTUNG
Bei der Beschichtung kommt es darauf an, WAS in der Pfanne zubereitet werden soll.
Teflon oder Keramik Pfannen eignen sich für alles, was ohne Anhängen gebraten werden soll. Also zum Beispiel ein Spiegelei, wie in dieser Keramikpfanne für 24 Euro.
Koch: "Siehst du wie schön das Ei hier in der Pfanne sich bewegt.“
Eisenpfannen und Gusseiserne Pfannen eignen sich dagegen eher für heißes Anbraten, zum Beispiel von Fleisch. So wie diese 84 Euro teure gusseiserne Pfanne.
Koch: "die Beschichtung ist ziemlich rau - hört man auch. das ist so krubbelig. mit Sicherheit für Fleisch geeignet.“
Erst wenn man eine Pfanne ein paar Mal benutzt hat, lässt sich wirklich herausfinden, was die Beschichtung kann.
Ein weiteres Indiz für die Qualität einer Pfanne ist ihr Gewicht, bzw. die Dicke des Bodens.
3. KATEGORIE: DAS GEWICHT
Koch: "Qualität erkenne ich daran, erstmal an dem Gewicht, dann an dem doppelten Boden … Ein Pfannenboden sollte schon eine Dicke von 2,3 oder 4 mm haben.”
Je dünner das Material, desto eher kann sich der Pfannenboden bei großer Hitze verformen.
Die dickwandigen Pfannen sind aber dementsprechend schwerer.
Die 63 Euro teure Teflonpfanne begeistert unseren Experten da schon mehr:
Koch: „Man merkt, der Boden ist gut, der ist schwer. Stabile Qualität, man wird sehr lange etwas von ihr haben.“
Frank Schüler macht den Praxis Test – in den beschichteten Pfannen brät er Spiegeleier. Und kürt dann seine Favoriten: Den dritten Platz in unserem Test belegt die günstige Teflonpfanne, den zweiten die Keramikpfanne und der Gewinner ist die hochpreisige Teflonpfanne.
Ob sich Nina und Dominik neue Pfannen zulegen sollten, testen sie jetzt. Sie prüfen die Beschichtung ihrer Pfannen, indem sie Milch ganz stark in ihnen erhitzen. Die angebrannte Milch wird nach dem Abkühlen mit einem Küchentuch entfernt. Lässt sie sich einfach runternehmen, ist die Beschichtung noch gut – wenn nicht, dann hat die Pfanne ausgedient.
Freistand Milch Test
„Ich sag dir eins: wir kriegen das mit dem Tuch nicht raus…"
Klares Ergebnis: zwei der vier Pfannen der Familie sind durchgefallen. Aber sind sie auch gesundheitsgefährdend?
Koch: „Teflon Gesundheitsrisiko sehe ich gar nicht, aber wenn ich merke die Beschichtung löst sich ab wirklich ab, dann würde ich mich von der Pfanne trennen, weil dann hast du nachher die Beschichtung in kleinen Stücken im Essen. ”
Damit man lange was von seinen Pfannen hat, sollte man sie nicht in die Spülmaschine stellen – sondern am besten nur feucht auswischen.
Unser Test hat gezeigt, es muss nicht immer die teuerste Pfanne sein. Wichtig ist, eine Pfanne danach auszuwählen was man darin zubereiten möchte und welchen Herd man zuhause hat.